27.02.2010, 12:34 Uhr
Polizeibeamte räumen und sichern die Berufsschule in Ludwigshafen (Foto: ddp)Wieder ein tödlicher Amoklauf an einer Schule: Ein 23-Jähriger hat an einer Technischen Berufsschule in Ludwigshafen einen Lehrer offenbar mit Messerstichen getötet. Der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig gab auf einer Pressekonferenz bekannt, dass der aus Ludwigshafen stammende Täter als Motiv nannte, als ehemaliger Schüler wütend auf sein Opfer gewesen zu sein, weil dieser ihm schlechte Zensuren gegeben habe. Er wurde noch am Tatort festgenommen und umgehend verhört, wie ein Polizeisprecher sagte.
Der 58-jährige Pädagoge verstarb erst, nachdem ihn Polizisten verletzt aufgefunden hatten, teilte der Einsatzleiter der Polizei, Franz Leidecker, mit. Weitere Verletzte habe es nicht gegeben, auch keinen zweiten Täter.
Der Täter sei mit einem Messer und einer Schreckschusspistole bewaffnet gegen zehn Uhr auf das Schulgelände gekommen und zunächst in ein Nebengebäude für die Maler- und Lackiererausbildung eingedrungen. Dort sei er mit dem Lehrer zusammengestoßen. Es habe eine körperliche Auseinandersetzung gegeben.
Anschließend stürmte er in das Hauptgebäude, wo er eine Brandfackel anzündete und seine Schreckschusspistole einsetzte. Wenige Minuten nach zehn Uhr habe der 23-Jährige dann von - wegen des durch die Brandfackel verursachten Feueralarms - herbeigeeilten Streifenpolizisten überwältigt werden können, sagte der Einsatzleiter weiter. Der Täter habe sich widerstandslos festnehmen und abführen lassen.
HintergrundAmokläufe an Schulen
Bei der betroffenen Einrichtung handelt es sich nach Polizeiangaben um die Berufsbildende Schule Technik II im Stadtteil Mundenheim. Zu dem gesamten Komplex gehörten Einrichtungen mit insgesamt 3000 Schülern. Die Polizei räumte nach dem Angriff die Schule und Sicherheitskräfte durchsuchten das Gebäude. Schüler und Eltern werden psychologisch betreut.
Amoklauf an einer Berufsschule in Ludwigshafen (Foto: dpa)
Ein Berufsschüler sagte der Online-Ausgabe der örtlichen Zeitung "Rheinpfalz": "Wir saßen im Unterricht, als plötzlich jemand bemerkt hat, dass auf dem Gang ein Bengalofeuer brannte. Fünf Minuten später gab es Feueralarm und wir mussten alle das Gebäude verlassen." Vom eigentlichen Geschehen habe er aber nichts mitbekommen. Etwa 1000 Schüler strömten nach draußen.
Die Tat weckt Erinnerungen an den Amoklauf von Winnenden in Baden-Württemberg am 11. März 2009: An diesem Tag hatte der 17-jährige Tim K. bei einem Amoklauf in seiner Schule und auf seiner anschließenden Flucht 15 Menschen erschossen hatte, ehe er von der Polizei getötet wurde.
Mehr aktuelle Nachrichten
NewstickerImmer informiert
Quelle: t-online.de , dapd , dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.