15.12.2011, 14:38 Uhr
Das Attentat in Lüttich hat bereits fünf Todesopfer gefordert. Nun wurde eine Frauenleiche in der Wohnung des Schützen gefunden. (Quelle: dpa)
Bevor der Amokläufer von Lüttich mindestens vier Menschen tötete und 124 weitere zum Teil lebensgefährlich verletzte, hat er offenbar eine Frau getötet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass in einem Schuppen des 33-jährigen vorbestraften Nordine Amrani die Leiche einer 45-Jährigen gefunden wurde.
Nach einem Bericht des Internetportals "Sudpresse" habe Amrani sein erstes Opfer regelrecht massakriert und möglicherweise vergewaltigt.
Die Polizei hatte die Frauenleiche am Dienstagnachmittag in einem Schuppen gefunden, in dem der Täter Cannabis angebaut haben soll. Angeblich soll er die Putzfrau aus Vottem unter dem Vorwand in den Anbau gelockt haben, ihr Arbeit geben zu wollen, berichtete "Sudpresse" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Derzeit werde die Leiche obduziert, sagte ein Polizeisprecher.
Amari hatte am Dienstag auf dem Weg zu einem Gerichtstermin in der Innenstadt ein Blutbad angerichtet. Mit Handgranaten und einer Pistole tötete er auf einem belebten Platz zwei Jugendliche und sich selbst. In der Nacht erlag ein 18 Monate altes Kleinkind seinen Verletzungen.
Ein 17 Monate altes Kleinkind erliegt im Krankenhaus seinen Verletzungen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf fünf. Mehr als 120 werden verletzt. zum Video
Eine 75-Jährige, die am Dienstag bereits für tot erklärt worden war, lag am Mittwoch noch im Koma, sagte eine Sprecherin des Gouverneurs von Lüttich. "Sie hat aber keine Überlebenschance". Ein weiterer junger Mann im Alter von 20 Jahren ringe noch mit dem Tod, sein Zustand sei sehr ernst.
Staatsanwältin Danielle Reynders sagte, der Amokläufer habe offenbar Selbstmord begangen. "Was ihn tötete, war ein Schuss in die Stirn." Nach dem Blutbad fanden die Ermittler in Amaris Rucksack noch zahlreiche Granaten und Magazine für seine Schusswaffe.
Die Motive des Amoklaufes sind immer noch unklar. Der Täter war vor drei Jahren wegen Waffenbesitzes und Anbaus von Cannabis zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden, war aber vorzeitig entlassen worden. Am Mittwoch sollte er wegen eines Sexualdeliktes verhört werden. Etwa eine Stunde vor dem Gerichtstermin richtete er dann das Blutbad an. Die Behörden teilten mit, Amari sei ein Einzeltäter gewesen, ein terroristischer Hintergrund werde ausgeschlossen.
Bei dem Verhör sollte es um ein mutmaßliches Sittlichkeitsverbrechen gehen. Im November seien erstmals seit seiner Freilassung aus dem Gefängnis im Oktober 2010 Vorwürfe gegen Amrani bekannt geworden, sagte die Lütticher Staatsanwältin Danièle Reynders. Die Staatsanwältin nannte keine Einzelheiten. Laut einem Bericht der belgischen Zeitung "Le Soir" bezog sich die Klage auf "Berührungen". Laut Reynders konnte Amrani nach dem Eingang der Klage aufgrund eines am Tatort gefundenen Nummernschildes identifiziert werden.
Der Anschlagsort im Zentrum von Lüttich (Quelle: Stepmap)Der Anschlag ereignete sich auf dem St.-Lambert-Platz in der Innenstadt. Der Attentäter wohnte ganz in der Nähe. Am Vorabend der Tat soll er nach Informationen von "Le Soir" einen Geldbetrag auf das Konto seiner Frau eingezahlt haben, versehen mit dem Verwendungszweck "Ich liebe Dich, meine Liebe. Viel Glück!"
Unterdessen befindet sich die belgische Stadt Lüttich (etwa 40 Kilometer südwestlich von Aachen) immer noch im Schockzustand. Am Abend hatte König Albert II. Lüttich besucht, um die Verletzten und die Opferangehörigen zu trösten. Heute wollen die Menschen den Opfern der Schreckenstat mit einer Schweigeminute gedenken.
Quelle: AFP , dpa
Haselope schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 19:29:53
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Anschläge
Also ehrlich gesagt ich wundere mich nicht mehr das es solche Anschläge gibt. Wenn man sich die Politik der letzten Jahre so
ansieht, wundert es mich mehr das es so wenige Anschläge gibt.
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Elke schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 18:49:56
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Mörder
Stellen sie sich mal vor der hätte seine Freunde mit Waffen versorgt und sie hätten alle rumgeschossen, dann wären noch mehr Tote
zu beklagen. Für mich sieht das nach einem Attentat aus, soviele Waffen nur für eine Person, sonderlich? Da war noch mehr geplant, das sagt mir meine innere Stimme.
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sandra schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 18:49:12
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bekannt
Nordine Amrani, Nordine Amrani, ich kannte den Namen irgendwo her, ich glaube das war aus meinem letzten Urlaub in einem islamisch geprägten Land.
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