25.01.2011, 07:56 Uhr
Seltsame Ansichten, bizarre Fotos: der mutmaßliche Attentäter von Arizona, Jared Loughner (Foto: AP)
Eine Woche nach dem Anschlag von Tucson/Arizona hat sich der Gesundheitszustand der Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords weiter verbessert. Die Ärzte ersetzten bei der 40-Jährigen einen Beatmungsschlauch, da sie jetzt kein Beatmungsgerät mehr benötigt. Währenddessen kommen weitere bizarre Einzelheiten über die letzten Stunden des Attentäters Jared Loughner vor seinem Anschlag heraus.
Nach Angaben der Behörden posierte Jared Loughner kurz vor dem Blutbad mit seiner Waffe und nur mit einem roten String-Tanga gekleidet für Fotos. Die Bilder habe er am Abend vor dem Attentat entwickeln lassen und rund acht Stunden vor der Tat abgeholt, sagte ein Beamter.
Außerdem war Loughner knapp drei Stunden vor dem Attentat in seinem Auto von einem Wildhüter angehalten worden. Wegen seines unauffälligen Verhaltens habe der 22-Jährige seine Fahrt aber fortsetzen dürfen, ohne dass sein Fahrzeug durchsucht worden sei, erklärte das Game and Fish Department von Arizona. Rund zwei Stunden später sprach sein Vater den Attentäter wegen einer verdächtigen schwarzen Tasche an, die er aus dem Auto holte, bekam aber keine Antwort.
Gabrielle Giffords geht es immer besser: Sie konnte zwar bereits nach dem Anschlag am 8. Januar selbstständig atmen, als Vorsichtsmaßnahme hatten die Ärzte aber einen Beatmungsschlauch eingesetzt. Ebenso hatte sie eine Magensonde erhalten. Giffords war von einem in den Schädel eingedrungenen Projektil lebensgefährlich verletzt worden. Ihr Zustand ist weiterhin kritisch. Bei dem Attentat am 8.Januar waren in einem Einkaufszentrum sechs Menschen von einem Attentäter getötet und 19 weitere verletzt worden.
Einer der Verletzten wurde wegen ungebührlichen Verhaltens festgenommen. Der Mann geriet bei der Fernsehaufzeichnung einer Podiumsdiskussion über das Thema Waffenkontrolle außer sich, widersprach einem Vertreter der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung und rief "Du bist tot". Der 63-Jährige soll nun psychologisch untersucht werden.
Der Tea-Party-Führer Trent Humphries hatte bei der Diskussion angedeutet, es solle nicht über das US-Waffenrecht diskutiert werden, bis nicht alle Opfer des Anschlags beigesetzt seien. Das brachte den 63-Jährigen, der in der ersten Reihe saß, offenkundig in Rage.
Der Mann war bei dem Anschlag nach eigenen Angaben in Knie und Rücken getroffen worden. Einem Bericht des "Arizona Daily Star" zufolge fuhr der Veteran der US-Marineflieger selbst ins Krankenhaus. Er wurde nach zwei Tagen wieder aus der Klinik entlassen.
Unterdessen lobte US-Präsident Barack Obama in seiner wöchentlichen Ansprache das Gemeinschaftsgefühl, das Kongressabgeordnete nach dem Blutbad in Arizona gezeigt hätten. Abgeordnete im ganzen Land und aller politischer Überzeugungen hätten Giffords und andere Opfer des Attentats gewürdigt, sagte Obama
Am Samstag wurde auch das Einkaufszentrum wieder geöffnet, in dem sich der Anschlag ereignet hatte. "Unsere Mitarbeiter haben so viel durchgemacht, aber sie sind hier", sagte Unternehmenssprecherin Cathy Kloos. "Sie arbeiten und wollen wieder mit ihren Kunden in Verbindung treten."
Die Ärzte bestätigen jedoch, dass die schwer verletzte US-Abgeordnete selbstständig atmen kann. zum Video
Quelle: dapd , dpa
patrone schrieb:
am 16. Januar 2011 um 19:38:34
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Attentat
....im Nachhinein stellt man immer hypothetische Ansätze wie so etwas hätte verhindert werden können. Aber unsere demokratische
Narrenfreiheit lässt uns allen auch nur einen sehr begrentzten Spielraum um solche Verrückten aus dem Verkehr zuziehen.
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Rolf schrieb:
am 16. Januar 2011 um 17:37:30
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Leider müssen wir weltweit mit sochen Verrückten leben.
Warscheinlich war der Mörder Loughner im String-Tanga auch ein sexuell etwas
abartiger Mensch
bei dem letztlich die Hormone derart durchdrehten, dass er nicht mehr normal denken konnte.
Bei uns in Deutschland würde er deshalb wahrscheinlich wegen einer schlechten Kindheit 3 Jahre auf Bewehrung bekommen oder einer einer lächerlichen Gefängnisstraße nach einem halben Jahr wieder freigwelassen werden.
der vom Steuerzahler finanzierte Verteidiger würde in Berufung gehen und Freihspruch fordern.
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Achmed schrieb:
am 16. Januar 2011 um 17:33:07
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Das hätte verhindert werden können!
Das ist wieder mal ein klassischer Fall von Blindheit. Laut Bericht gibt es 3 auffällige Situationen,
bei denen eine wachsame Person das Unglück hätte verhindern können: 1.) ein Wildhüter, der einen Verdacht hat, sich aber blenden läßt; 2.) der Vater sieht seinen Sohn mit einer verdächtigen Tasche und checkt das nicht weiter; 3.) ein Fotolabor entwickelt Fotos, die einen Sonderling mit einer Waffe zeigen und sie verständigen nicht sofort die Polizei. Es gab sicherlich noch viel mehr Hinweise...
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