08.04.2011, 16:37 Uhr
Überwachungskameras zeigen, wie die Schüler während des Amoklaufs in Rio panisch flüchten (Foto: Reuters)
Nach dem Amoklauf in einer Schule von Rio de Janeiro in Brasilien mit zwölf Toten fanden die Ermittler einen wirren Abschiedsbrief, der belegt, dass die Tat geplant war. Aus dem Schreiben ging nicht hervor, warum der 24-Jährige in seiner ehemaligen Schule ein Blutbad anrichtete. Die Adoptiveltern des Amokläufers berichteten, er sei vor acht Monaten von zu Hause ausgezogen.
Wellington Menezes de Oliveira war nach Angaben der Ermittler am Donnerstagmorgen in die Schule im Stadtteil Realengo im Westen von Rio gegangen und hatte wahllos auf die Kinder geschossen. Er tötete zehn Mädchen und einen Jungen und verletzte zwölf weitere Kinder, bevor er von einem herbeigeeilten Polizisten angeschossen wurde. Daraufhin tötete er sich durch Kopfschuss. Eines der verletzten Opfer, ein 13-jähriger Junge, erlag später seinen Verletzungen.
In einer Schule in Rio de Janiero sind bei einer Schießerei zwölf Menschen getötet worden. Zum Video
In seinem Abschiedsbrief hinterließ Menezes de Oliveira genaue Anweisungen für seine Bestattung. Er solle vollständig entkleidet, gewaschen und dann mit einem weißen Totenhemd bekleidet werden, das er extra zur Schule mitgenommen hatte. Weiter forderte er, dass ein "teuer Anhänger Gottes" vor seiner Beerdigung an seinem Grab um Vergebung für seine Taten beten solle. An anderer Stelle heißt es in dem Brief: "Nichts Unreines kann mein Blut berühren". Kein Unkeuscher könne ihn ohne Handschuhe berühren - "nur die Keuschen oder diejenigen, die ihre Keuschheit durch Heirat verloren und keinen Ehebruch begingen, können mich ohne Handschuhe berühren."
Quelle: dapd
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