06.06.2007, 14:32 Uhr
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International will mit Satellitenaufnahmen und Hilfe der Öffentlichkeit die sudanesische Unruheregion Darfur überwachen. Zum Start der Internetseite - auf der die aktuellsten Luftaufnahmen von Darfur zu sehen sein werden - rief Amnesty Internetnutzer weltweit auf, ein Auge auf die Vorgänge in der Konfliktregion zu haben. Es gehe vor allem um zwölf besonders bedrohte Dörfer, denen Angriffe von regierungsnahen arabischen Reitermilizen drohten.
Animierte Grafik
Tragödie
Mehr Druck auf Regierung
"Darfur braucht Friedenstruppen, um das Töten zu beenden", sagte der US-Chef von Amnesty, Larry Cox. Bis es soweit sei, nutze die Organisation die Satellitentechnologie und lasse den sudanesischen Präsidenten Omar al-Beschir wissen, dass "wir sehr genau hinschauen, um jede neue Menschenrechtsverletzung zu entlarven". Ziel sei es, den Druck auf die Regierung in Khartum zu erhöhen, damit endlich eine Blauhelmtruppe in der Unruheregion stationiert werden könne, sagte Cox. Gegen eine UN-Truppe sperrt sich die Regierung des ostafrikanischen Landes bisher.
Schwere Übergriffe auf Zivilisten
In Darfur kämpfen seit Februar 2003 schwarzafrikanische Rebellen gegen von der Regierung eingesetzte Reitermilizen. Menschenrechtsorganisationen werfen den Milizen schwere Übergriffe gegen Zivilisten vor. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen starben bislang rund 200.000 Menschen in dem Konflikt, mehr als zwei Millionen wurden vertrieben.
Quelle: AFP
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