13.06.2011, 11:01 Uhr
20 Stunden dauerte die Gesichtstransplantation im Brigham and Women's Hospital in Boston (Foto: dpa)
Zwei Jahre nach einer Schimpansen-Attacke hat eine Amerikanerin ein neues Gesicht erhalten. Die Transplantation sei erfolgreich verlaufen, teilten Ärzte des Krankenhauses in Boston mit. Dort war die Frau Ende Mai 20 Stunden lang operiert worden.
"Schön" und "erstaunlich" - so beschrieb ein Bruder der Frau auf einer Klinik-Pressekonferenz das Gesicht. Die Patientin selbst konnte es nicht sehen. Sie hatte beim Angriff des Tieres die Augen verloren und ist weiterhin blind.
Die 57 Jahre alte Frau aus dem Bundesstaat Connecticut war 2009 von einem Schimpansen angegriffen worden, den sich eine Freundin als Haustier hielt. Sie verlor neben den Augen auch die Nase. Ihr Mund wurde so sehr zerstört, dass sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen konnte. Sie atmete mit Hilfe eines Schlauches und verbarg ihr Gesicht unter einem Schleier - so schlimm war sie entstellt. Der Schimpanse riss ihr außerdem den linken Unterarm ab, von der rechten Hand blieb nur noch der Daumen übrig.
Bei der Operation im renommierten Brigham and Women's Hospital wurden auch zwei Hände verpflanzt. Sie mussten der Patientin aber wenige Tage später wieder abgenommen werden. Die Transplantation der Hände schlug nach Angaben der Ärzte fehl, weil die Frau nach der Operation an einer Lungenentzündung mit anschließender Blutvergiftung erkrankte. Dadurch sank der Blutdruck, die Blutzufuhr in die Hände reichte nicht aus. Die Ärzte schließen aber einen neuen Versuch zu einem späteren Zeitpunkt nicht aus.
Es war nach Medienberichten die dritte komplette Gesichtstransplantation in den USA und das erste Mal, dass zugleich auch zwei Hände verpflanzt wurden. Ein anderes Krankenhaus hatte zuvor die überaus komplizierte Operation mit der Begründung abgelehnt, dass die Verletzungen der Frau zu gravierend seien.
Die behandelnden Ärzte sind optimistisch, dass ihre Patientin im Laufe der nächsten Monate schrittweise in der Lage sein wird, normal zu essen, zu atmen, zu sprechen und zu lächeln. Wie sie vor der Operation verriet, freut sie sich besonders darauf, einen Hamburger zu essen.
Quelle: dpa
juan0366 schrieb:
am 12. Juni 2011 um 18:36:32
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wilde tiere
sind kein spielzeug... der mensch sucht den reiz seit der antike... oft mit solchen auswirkungen... ich war am amazonas nach
meiner studienzeit und habe seit dem vor wilden tieren... spielt nicht damit.... alles gute der frau und ein neues leben !!!
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Birgit schrieb:
am 12. Juni 2011 um 17:48:48
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Affen -Attacke
Was die Menschen alles als Haustier missbrauchen ist verrückt.Ein Schimpanse ist kein Haustier und gehört in den Urwald.Es
gibt soviele Gesetze aber Schlangen usw.darf man auch in Wohnungen halten,auch bei uns.
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Reiner schrieb:
am 12. Juni 2011 um 17:24:50
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Affenattacke
Der Schimpanse ist ein recht gefährliches Haustier.Viele Menschen haben vollkommen falsche Vorstellungen von solch
"possierlichen"Tieren. Ein Blick auf dessen Gebiss,sollte eine Warnung sein ! Übrigens verfügen Schimpansen auch über erhebliche Körperkräfte,also kein ungefährlicher Hausgenosse,
Spielkamerad oder was auch immer.
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