02.08.2011, 08:04 Uhr
Altkanzler Gerhard Schröder kritisiert die Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel (Archivfoto: dpa) (Quelle: dpa)
Der Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich mit Kritik an seiner Nachfolgerin Angela Merkel (CDU) und Mahnungen an die eigene Partei zu Wort gemeldet. In einem Interview warnte der ehemalige SPD-Chef die Sozialdemokraten vor falschen Konsequenzen aus dem Umfragehoch der Grünen. Er verteidigte zugleich seine umstrittenen Hartz-IV-Reformen.
Schröder sagte dem in München erscheinenden "vbw Unternehmermagazin", zu politischer Führung gehöre auch der Mut zu unpopulären Entscheidungen. Er fügte hinzu: "Ich war der Meinung, die Agenda 2010 ist so wichtig, dass man auch das Risiko einer verlorenen Bundestagswahl eingehen muss. Diese Entschiedenheit ist möglicherweise der Grund, warum manche nostalgisch werden, wenn sie an Rot-Grün zurückdenken."
Schröder fügte hinzu, wenn es der Wirtschaft schlecht gehe, sei es sehr viel schwieriger, die Interessen der Arbeitnehmer zu schützen. Dies gelte "sowohl für die SPD wie auch für die Gewerkschaften". Und entsprechend müsse seine Partei "handeln, wenn sie stark sein will".
Schröder mahnte, die SPD sollte nun nicht die Grünen "auf grünem Weg überholen" wollen. Vielmehr sollten die Sozialdemokraten "deutlich machen, dass sie diejenigen sind, die Ökologie und Ökonomie buchstabieren können - und nicht nur Ökologie".
Der Bundesregierung warf Schröder schwerwiegende Fehler beim Umgang mit der Euro-Schuldenkrise vor. Die schwarz-gelbe Koalition hätte "eher und entschiedener" handeln müssen. Schröder kritisierte: "Das Zuwarten der Bundesregierung und das Eingehen auf die Erwartungen der Boulevardpresse in Deutschland hat Zeit gekostet. In einer solchen Situation kostet Zeit auch immer Geld."
Kritik an seiner rot-grünen Regierung wegen des Beitritts Griechenlands in die Eurozone wies Schröder zurück. Er antwortete auf die Frage, ob er zu blauäugig gewesen sei: "Der Beitritt erfolgte, wie wir erst heute wissen, auf der Grundlage von falschen griechischen Zahlen. Das war im Nachhinein ohne Zweifel ein Fehler der Europäischen Kommission, die den Beitritt vorgeschlagen hat."
Dem sei jedoch ein zweiter Fehler gefolgt: "Griechenland hat sich ab dem Jahr 2004 dramatisch verschuldet. Das war auch bekannt, aber weder EU noch Mitgliedstaaten haben eingegriffen."
Schröder wandte sich ferner gegen die Steuersenkungspläne der Bundesregierung. Er kritisierte zudem mit Blick auf den Atomausstieg, auch in der Energiepolitik seien von der schwarz-gelben Koalition "große Fehler" gemacht worden: "Hier hat man mit einem unsäglichen Hü und Hott am Ende Zeit und Chancen verspielt."
Quelle: dapd
kim schrieb:
am 1. August 2011 um 21:23:24
(2)
(0)
schröder
@ Alois
aus der arbeitslosigkeit geholt?ja 400 euro u.1 Euro jobber,damit hat er den
grundstein für den
,,bankrott'' gelegt.Aber du kannst ja jetzt den anderen
speichellecker schröder's wählen- STEINMEIER-
mehr
Kommentar melden
Klaus schrieb:
am 1. August 2011 um 21:21:43
(3)
(1)
Schröder
Dieser Herr Schröder war der schlechteste Kanzler den Deutschland je hatte und jetzt andere kritisieren. Soll einfach die Klappe
halten, oder nach Russland ziehen dort würde ihm die Klappe gestopft denn dorthin hat er ja Deutschland vekauft.
Ja Ja dachte Schröder bin schon lange nicht mehr in der Öffentlichkeit erwähnt worden, muss jetzt mal wieder Populismuss machen und dumm labern, dann springt die primitive Presse wieder auf meinen Zug auf.
Wie für blöd hält Schröder eigentlich die Deutschen.
mehr
Kommentar melden
Thomas schrieb:
am 1. August 2011 um 21:19:57
(3)
(0)
Schröder
Na der Herr Schröder soll mal nicht so tun er hat doch auch nur den Herrn Putin in den Mund gereden damit er dann einen schönen
Posten im Gasgeschäft bekommt was er ja heute auch hat... Man muß sich halt kümmern...
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

13-Jähriger verharrt zwei Tage auf Felsvorsprung. zum Video