Dieter Althaus beim CDU-Landesparteitag in Erfurt (Foto: AP)
Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus hat die CDU auf den Wahlkampf gegen ein Bündnis von Linkspartei und SPD eingeschworen. Auf dem CDU-Landesparteitag in Erfurt sagte der Spitzenkandidat am Samstag unter großem Beifall der Delegierten, er werde sich mit noch mehr Elan dafür einsetzen, "dass Thüringen nicht in rot-rote Hände fällt".
Althaus warf der SPD eine schizophrene Strategie vor. Er könne nicht nachvollziehen, dass der SPD-Spitzenkandidat Christoph Matschie auf der einen Seite erkläre, dass die Linkspartei nicht in der Lage sei, Verantwortung zu übernehmen, auf der anderen Seite aber eine Koalition mit dieser Partei nicht ausschließe.
Koalitionen seien immer Kompromisse, hierbei gebe es keine Richtlinienkompetenz, betonte Althaus. "Wir müssen Thüringen vor einer rot-roten Perspektive bewahren, weil es um die Zukunft dieses Landes geht." Die CDU will auf dem Parteitag ihr Wahlprogramm beschließen, das sie "Regierungsprogramm 2009 bis 2014" nennt. Die Union strebt erneut die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl am 30. August an. Ihr Programm trägt den Titel "Hauptsache Thüringen" und enthält die Schwerpunkte Bildung, Familie und Mittelstand.
Erneutes Schuldeingeständnis
Bei seinem ersten Auftritt als Spitzenkandidat vor den CDU-Delegierten bekannte sich der 51-Jährige erneut ausdrücklich zu seiner Schuld an dem schweren Skiunfall am Neujahrstag. Die Wochen danach seien die schwersten seines Lebens gewesen, sagte er. Er trage Schuld, Verantwortung und bitte um Vergebung und Mitleid. Er habe sich in dieser Zeit bei seiner Frau Katharina und auch bei der CDU geborgen gefühlt, wofür er sich "aus bewegtem Herzen" bedanke. Menschliche Verbundenheit gerade in schwierigen Zeiten zeichne christliche Politiker aus.