27.05.2011, 16:12 Uhr
Immer mehr Teile der verunglückten Air-France-Maschine im Atlantik werden bei der Bergungsaktion entdeckt (Foto: Reuters)
Bei der Bergungsaktion der vor knapp zwei Jahren in den Atlantik gestürzten Air-France-Maschine sollen nach Angaben der französischen Polizei in Paris alle Opfer geborgen werden. Auch persönliche Gegenstände würden dabei am Meeresboden aufgesammelt werden. Trotz der schwierigen Bedingungen sei dies technisch möglich, sagte der brasilianische Verteidigungsminister Nelson Jobim und die französische Polizei. Dafür werde das Einsatzteam vergrößert.
Noch am Donnerstag hatten Experten gezweifelt, ob die Bergung aller Leichen technisch machbar sei. Der brasilianische Opferverband forderte daraufhin, dass alle Todesopfer ihren Angehörigen übergeben werden sollten.
Am Freitag hatte das Bergungsteam bereits die zweite Leiche aus dem Wrack geholt. Die sterblichen Überreste seien am Morgen an Bord des Bergungsschiffs "Ile de Sein" gebracht und Gewebeproben für einen möglichen DNA-Test entnommen worden. Zuvor wurde in einer beispiellosen Aktion eine erste Leiche aus 4000 Metern Meerestiefe geborgen.
Die von den Leichen entnommenen Proben sollen nun zusammen mit den beiden Anfang der Woche gefundenen Flugschreibern der Unglücksmaschine nach Paris geschickt werden. Dort sollen Experten dann feststellen, ob eine Identifizierung der Opfer durch ihr Genmaterial überhaupt noch möglich ist.
Der Airbus war am 1. Juni 2009 auf dem Weg vom brasilianischen Rio de Janeiro nach Paris mit 228 Menschen an Bord in den Atlantik gestürzt. Nur etwa 50 Leichen konnten nach dem Absturz geborgen werden. Warum der Airbus verunglückte, ist noch unklar. Aufschluss erhoffen sich die Ermittler von den gefundenen Flugschreibern.
Quelle: AFP
Tommy schrieb:
am 8. Mai 2011 um 08:56:23
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Bergung
Mann sollte die Toten ruhen lassen und den Hinterbliebenen ein wenig Geld geben, obwohl ein Verlust mit Geld nicht gutgemacht werden
kann.
Auch das finden der Maschine wird für manche Hinterbliebenen eine Tortour, weil alles wieder aufgewühlt wird.
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Johannes schrieb:
am 7. Mai 2011 um 18:23:55
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Tote bergen?
Also ich möchte nicht, dass mein Bruder geborgen wird. Warum erklärt man das Flugzeugwrack nicht zum nassen Grab und lässt die Toten wo sie sind?
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Totengräber schrieb:
am 7. Mai 2011 um 15:20:16
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Bergung
Auf der einen Seite kann ich es nachvollziehen wenn die Angehörigen Gewissheit haben und ihre Liebsten auf einen ordentlichen Weg
bestatten können wo sie auch um sie Trauern können. Auf der anderen Seite frage ich mich warum erst zwei Jahre später damit begonnen wird und Millionensummen dafür ausgegeben werden. Ich möchte nicht wissen wie die Verstorbenen nach dieser langen Zeit im Wasser aussehen. Man hätte auch wie bei der Titanic eine Ruhestätte auf See daraus machen können.
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