12.09.2011, 12:01 Uhr
Die Albertville-Realschule wurde nach dem Amoklauf in Winnenden umgebaut (Quelle: dapd)
Zweieinhalb Jahre nach dem Amoklauf in Winnenden gehen wieder mehr als 600 Schüler in die umgebaute Albertville-Realschule. Die drei Taträume werden allerdings nicht mehr für den regulären Unterricht genutzt. Darin soll unter anderem eine Gedenkstätte für die Ermordeten errichtet werden.
Der erste Schultag wurde mit einem gemeinsamen Gottesdienst und einer Versammlung in der neuen Aula begonnen. "Die Grundstimmung ist positiv, es gibt keine erkennbaren Probleme mit dem Gebäude", sagte Schulleiter Sven Kubick.
In der Schule hatte ein ehemaliger Schüler am 11. März 2009 acht Schülerinnen, einen Schüler sowie drei Lehrerinnen erschossen. Die Schüler waren nach der Bluttat in eine benachbarte Containerschule umgezogen. Schüler, Eltern, Lehrer und Gemeinde hatten jedoch rasch entschieden, die alte Schule nicht aufzugeben, sondern nach einem Umbau mit neuem Leben füllen zu wollen.
Die Schule wurde für rund sechs Millionen Euro neu gestaltet und dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis dabei Rechnung getragen. In jedem Unterrichtsraum gibt es nun für den Lehrer leicht erreichbar einen Alarmknopf, mit dem er für das gesamte Gebäude eine Ansage auslösen kann - entweder die Schule zu verlassen oder sich in sichere Bereiche zu begeben. Zudem wird der Alarm direkt an die Polizei weitergeleitet, eine Besonderheit, die sonst nur bei Banken und Juwelieren zu finden ist.
Ein neues Sicherungssystem erlaubt den Lehrern, bei Bedrohung die Klassenräume von innen zu verschließen. Farbliche Markierungen und einfach beschriftete Schilder sollen der Polizei bei einem möglichen Einsatz die Orientierung erleichtern. Außerdem sind die Zugänge zu den Klassenräumen so konzipiert, dass sie nicht im Rücken der Schüler betreten werden können. Denn bei seinem Amoklauf hatte der Todesschütze das Klassenzimmer betreten und von hinten auf die ahnungslosen Schüler gefeuert.
Die Jahrgänge, in dem Tote zu beklagen waren, haben mittlerweile die Schule verlassen. Im Lehrerkollegium gibt es allerdings noch fünf bis zehn traumatisierte Pädagogen; drei Lehrer haben nach der Bluttat die Schule verlassen. In Einzelfällen brauchen auch noch Schüler psychologische Betreuung. Nach den Worten von Kubick hatte die Schule nach dem Amoklauf jedoch nicht mit sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen. In diesem Schuljahr gibt es vier neue fünfte Klassen.
Quelle: dpa
53er schrieb:
am 12. September 2011 um 13:33:33
(5)
(0)
Albertville-Realschule
Wieder ein Beweis dafür, daß Geld da ist, wenn die emotionale Politik es fordert: als wenn der Täter nochmals käme!
Kommentar melden
ml schrieb:
am 12. September 2011 um 13:31:33
(7)
(1)
schwachsinn
MW hat vollkommen recht.....traumatisierte Pädagogen...die sind doch schon längst im Vorruhestand
Kommentar melden
Leserin schrieb:
am 12. September 2011 um 13:16:39
(5)
(4)
Amoklauf
Die Menschen sind nie zufrieden, egal, was man tut. Besonders haben die jenigen eine große Klappe, die keine Ahnung vom realen
schulischen Leben besitzen. Gut, dass man 2 Jahren die Schule umgebaut und nicht benutzt!
Gut, dass die drei Räume für immer als ein Denkmal in der Schule vorhanden sind!
Die Kinder sollen keine Kinder töten. Die Verarbeitung von diesem schlimmen Ereignis ist nicht abgeschlossen. Aber wir denken nun weiter. Wir haben es nicht vergessen und werden es nie!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special