08.03.2010, 08:45 Uhr | apn
Nach Al-Kaida-Sprecher Adam Gadahn wird seit Jahren gefahndet. Er verherrlicht in einem neuen Video den Anschlag von Fort Hood. (Foto: dpa/AFP)
Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat alle US-Soldaten muslimischen Glaubens dazu aufgerufen, dem Vorbild des Attentäters in der texanischen Kaserne Fort Hood nachzueifern. "Bruder Nidal ist das richtige Vorbild für jeden reumütigen Muslim in den Armeen der Ungläubigen", sagte der in den USA geborene Al-Kaida-Sprecher Adam Gadahn alias Assam al Amriki in einem Video, das am Sonntag auf Webseiten islamischer Extremisten verbreitet wurde.
In weißer Kleidung und mit einem weißen Turban auf dem Kopf rief Gadahn zu Angriffen auf "hochwertige Ziele" auf. Das müssten nicht unbedingt Kasernen wie im Fall von Fort Hood sein. "Es gibt zahllose andere strategische Orte, Institutionen und Einrichtungen, bei denen ein Muslim größeren Schaden anrichten kann." Das Video zeigt ein neben dem Sprecher an der Wand lehnendes Sturmgewehr.
In Fort Hood hatte am 5. November vergangenen Jahres der Militärpsychiater Nidal Hasan ein Blutbad angerichtet und 13 Menschen getötet. Er selbst wurde bei seiner Festnahme von zwei Zivilpolizisten mit Schüssen verletzt und ist seitdem querschnittsgelähmt.
Der Taliban-Sprecher Gadahn wuchs auf einer Ziegenfarm im kalifornischen Bezirk Riverside auf und konvertierte im Nachbarbezirk Orange zum Islam. Die amerikanische Bundespolizei FBI fahndet schon seit 2004 nach Gadahn. Für Informationen, die zu seiner Verhaftung führen, ist eine Belohnung von einer Million Dollar ausgesetzt. Es wird vermutet, dass sich Gadahn im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan aufhält.
Quelle: dapd
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