30.09.2011, 15:32 Uhr
Top-Terrorist Awlaki bei Luftangriff getötet Der in den USA geborene radikale Prediger Anwar al-Awlaki ist nach Angaben des jemenitischen Verteidigungsministeriums getötet worden.
Anwar al-Awlaki, einer der meistgesuchten Terroristen der Welt, ist tot. Wie die "New York Times" berichtet, hat die US-Regierung den Tod des Al-Kaida-Predigers im Jemen bestätigt.
Unklar sei weiterhin, ob jemenitische Truppen oder US-Spezialkräfte den 40-Jährigen getötet haben, berichtete das Blatt in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf einen ranghohen Regierungsmitarbeiter in Washington. Zuvor habe bereits das jemenitische Verteidigungsministerium in Sanaa den Tod eines der meistgesuchten Terroristen der Welt offiziell verkündet, hieß es.
Al-Awlaki gehörte zu den führenden Predigern des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Er soll viele Terroristen zu Anschlägen angestachelt haben. Der Extremist wurde 1971 als Sohn jemenitischer Eltern in den USA geboren und besaß die US-Staatsbürgerschaft. In seinen Hasspredigten hatte Al-Awlaki mehrfach zur Tötung von Amerikanern aufgerufen.
Die USA führten ihn auf einer schwarzen Liste von Terroristen, die "tot oder lebendig" gefasst werden sollen. Mehr als einmal hatten die Amerikaner erfolglos versucht, Al-Awlaki aufzuspüren und zu töten. Lokale Medien berichteten schon mehrfach fälschlicherweise über den Tod des Terroristen.
Al-Awlaki hatte - wie man aus Verhören weiß - Islamisten im Jemen rekrutiert, um Anschläge im Ausland zu verüben. Er soll auch im Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der Ende 2009 auf einem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen getötet hatte.
Auch mit dem 23 Jahren alten Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, der Weihnachten 2009 über Detroit versucht hatte, einen Sprengsatz an Bord eines Passagierflugzeugs zu zünden, soll er laut US-Behörden in Verbindung gewesen sein.
Die Lage im Jemen ist derzeit wegen der schon seit Februar andauernden massiven Proteste gegen Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih sehr angespannt. Salih hatte sich den USA in den vergangenen Jahren stets als Bollwerk gegen den Al-Kaida-Terror angedient. Oppositionelle behaupten jedoch, er betreibe den Kampf gegen Terror nicht ernsthaft, weil er die Al-Kaida-Gefahr auch in Zukunft als politische Trumpfkarte einsetzen wolle.
Quelle: dapd , dpa
Ottifant schrieb:
am 30. September 2011 um 20:14:27
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@ kritisch:
Die USA sind doch schon seit Jahrzehnten kein Rechtsstaat mehr. Das Volk wird mit Lügen in Angst gehalten, damit die ach so
gottesfürchtige Führung überall ungerechtfertigte Kriege anfangen und sich überall einmischen kann. Aber irgendwann übertreiben es die Amis, und dann gibt es den großen Schlag; hoffentlich muss ich das nicht mehr erleben.
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kritisch schrieb:
am 30. September 2011 um 19:42:12
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Al-Awlaki
Bei allem Abscheu dafür, was der Mann getan hat: Die Tat der USA ist völkerrechtlich nicht einmal im Ansatz gerechtfertigt. Da
wird ein Mensch umgebracht, weil es den USA so gefällt. Kein Gericht hat den Mann verurteilt. Vielmehr erdreistet sich ein Staat, darüber zu entscheiden, wer getötet werden soll. Das hat mit einem Rechtsstaat nichts zu tun.
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Ottifant schrieb:
am 30. September 2011 um 17:44:47
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Al-Awlaki im Jemen getötet
Erstaunlich, dass sich die Amis den (angeblichen) Tod diese Mannes nicht auf ihre Fahne schreiben; sie geben doch
sonst so gern mit solchen Einsätzen gegen den Terrorismus an.
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