24.08.2011, 15:22 Uhr
Mitte August zündeten Terroristen Bomben in Kirkuk und anderen irakischen Städten (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Dem Irak droht eine neue Welle der Gewalt: Der irakische Arm des Terrornetzwerks Al-Kaida will mit einer Serie von "100 Anschlägen" den Tod von Osama bin Laden rächen. Die Ausführung des Plans habe bereits Mitte August begonnen, erklärte der Al-Kaida-Ableger "Islamischer Staat" im Irak. Laut US-Verteidigungsminister Leon Panetta machen Gespräche zu einem Verbleib von US-Truppen über das Jahr 2011 hinaus Fortschritte.
Bei der Aktion "Rache für Osama bin Laden und andere Führer" seien "Überfälle, Märtyreroperationen, Bomben auf Straßen, Angriffe mit schallgedämpften Pistolen und Heckenschützen in allen Städten, ländlichen Gebieten und Provinzen" geplant, hieß es in einer Erklärung des Islamischen Staats auf der Dschihadisten-Website Honein. Al-Kaida-Chef Bin Laden war Anfang Mai von einer US-Spezialeinheit in der pakistanischen Stadt Abbottabad getötet worden.
Mit der Umsetzung des Plans sei "zur Mitte" des Fastenmonats Ramadan begonnen worden, hieß es in der Erklärung - offenbar eine Anspielung auf die blutige Anschlagsserie, die den Irak am 15. August erschüttert hatte. Am tödlichsten Tag im Irak seit mehr als einem Jahr waren 74 Menschen durch Selbstmordanschläge, Bombenattentate und Schießereien in insgesamt 18 Städten des Landes getötet worden. Mehr als 300 weitere wurden verletzt. Laut irakischem Innenministerium tauchten nun in Bagdad Flugblätter auf, in denen Freiwillige aufgefordert wurden, sich dem "Islamischen Staat" anzuschließen und gegen die US-Soldaten im Land zu kämpfen.
In zwei am Freitag veröffentlichten Interviews sagte US-Verteidigungsminister Panetta, der Irak sei mit einem Verbleib von US-Armeeausbildern im Land nach 2011 einverstanden. Die Regierung habe seiner Ansicht nach "letztlich ja gesagt", sagte Panetta den Zeitungen "Stars and Stripes" und "Military Times". Nun müssten Pentagon und der irakischen Seite noch die Einzelheiten aushandeln.
Ein Berater des irakischen Regierungschefs Nuri al-Maliki sagte dagegen, es sei in der Frage noch keine Einigung erzielt worden. "Die Verhandlungen sind im Gange, sie wurden noch nicht endgültig zu Ende gebracht", sagte Ali Mussawi.
Auch ein Sprecher Panettas relativierte die Aussagen des Ministers. Panetta sei über die Fortschritte bei den Gesprächen seit seinem Irak-Besuch vor sechs Wochen gefragt worden. "Er hat klar gemacht, dass die Iraker ja gesagt haben zu Diskussionen über die strategischen Beziehungen, und darüber, wie diese Beziehungen aussehen könnten", erklärte der Sprecher.
Ein zwischen Washington und Bagdad geschlossenes Abkommen aus dem Jahr 2008 sieht vor, dass die letzten der noch im Irak stationierten 47.000 Soldaten nach acht Jahren zum 31. Dezember 2011 das Land verlassen. Am 3. August bekundete die irakische Führung jedoch ihr Einverständnis, mit den USA über den Verbleib eines begrenzten Kontingents von Armeeausbildern zu verhandeln. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt, in US-Medien ist von rund 10.000 US-Soldaten die Rede. In der irakischen Bevölkerung gibt es erheblichen Widerstand gegen eine längere Stationierung von US-Soldaten.
Quelle: AFP
Thomas W. schrieb:
am 20. August 2011 um 16:49:41
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Terror
Komisch, wie viele Länder plötzlich instabil werden? Der Christliche Glaube festigt die Kulturen und die Länder. Fast alle
christlichen Länder sind erfolgreich und stabil. Jesus hatte Recht.
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Andreas schrieb:
am 20. August 2011 um 14:56:27
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Wie bitte?
Habe ich das richtig verstanden? Die USA-Militärs wollen noch länger im Irka bleiben. Haben die immer noch nicht kapiert, daß
der Krieg weitergehen wird, solange sich US-Soldaten in Gebieten aufhalten, in denen sie nichts zu suchen haben. Würde etwa die US-Bevöljerung saudiarabische Truppen in Kalifornien dulden?
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