10.09.2010, 21:09 Uhr | DDP
Karlsruhe (ddp-bwb). Der Energiekonzern EnBW hat verwundert auf die in einem Energieszenario nahegelegten Investitionen zur Nachrüstung des Kernkraftwerks Neckarwestheim im Falle einer Laufzeitverlängerung reagiert. EnBW-Sprecher Dirk Ommeln sagte am Freitag auf ddp-Anfrage, dass die Zahlen in einem Energieszenario der Bundesregierung für das Unternehmen weder in der Höhe noch in der Logik nachvollziehbar seien. "Da werden einfach Zahlen gesetzt." In dem Papier waren Nachrüstungsinvestitionen in den Block I von Neckarwestheim von bis zu 3,6 Milliarden Euro im Falle einer Laufzeitverlängerung um 28 Jahre angeklungen.
Ommeln erinnerte daran, dass das Unternehmen in Block I des Atomkraftwerks 750 Millionen Euro investiert habe. Dies entspreche dem Doppelten der ursprünglichen Baukosten, die 375 Millionen Euro betragen hätten. "Das AKW ist heute nicht mehr mit dem AKW von damals vergleichbar." Die Anlage sei auf einem hohen Sicherheitsstandard und übertreffe sogar die Anforderungen der Internationalen Atomenergiebehörde. Zur Weiterentwicklung der Sicherheit sei man aber selbstverständlich "grundsätzlich diskussionsbereit".
Block I hat laut EnBW eine Gesamtleistung von 840 Megawatt und war im Mai 1976 in Betrieb gegangen. Block II ging 1989 ans Netz und ist der jüngste Reaktor in Deutschland. Er produziert 1400 Megawatt.
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