16.12.2011, 10:24 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Tokio (dpa) - Bürger der japanischen Katastrophenprovinz Fukushima sind in den ersten vier Monaten nach dem Atomunfall einer Strahlenbelastung von bis zu geschätzten 37 Millisievert ausgesetzt gewesen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Provinzregierung.
Die in normalen Zeiten geltende Höchstgrenze liegt bei einem Millisievert pro Jahr. Für die Untersuchung errechnete die Regierung eine geschätzte Strahlendosis auf Basis von Gesundheitschecks von rund 1730 der 29 000 Bewohner der Orte Namie, Kawamata und Iitate. Demnach liegt die durchschnittliche Dosis bei etwas über einem Millisievert. Das meldete die Agentur Kyodo.
Nach Angaben der Fukushima Medical University war etwa die Hälfte der 1730 Bewohner in den ersten vier Monaten nach Beginn der Atomkatastrophe in Folge eines Erdbebens und Tsunamis vom 11. März einer Strahlenbelastung von weniger als einem Millisievert ausgesetzt. Die übrige Hälfte war mehr als einem Millisievert ausgesetzt.
Bei rund 40 Personen betrug die Dosis zwischen 5 und 10 Millisievert. Bei etwa einem Dutzend waren es mehr als 10 Millisievert, wobei die höchste Disis rund 37 Millisievert betrug. Dazu zählen Menschen, die zu den Reparaturtrupps im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gehörten, wie Kyodo weiter meldete.
Niemand sei mehr als 100 Millisievert ausgesetzt gewesen, einer Dosis, die hohe gesundheitliche Risiken berge, hieß es. Die gemessene Dosis schließe weder die natürliche Hintergrundstrahlung noch die innere radioaktive Belastung ein.
Für die Erhebung wurde die Strahlendosis für die Bürger auf Basis von Strahlung in der Luft kalkuliert, die vom Wissenschaftsministerium mit Hilfe eines Systems zur Erstellung von Strahlenprognosen in Notfällen gemessen wurde. Das sogenannte SPEEDI-System wird vom Nuclear Technology Center in Tokio betrieben. Die Regierung in Fukushima führt Gesundheitsuntersuchungen unter allen rund zwei Millionen Bürgern in der Provinz durch.
Quelle: dpa
Rose schrieb:
am 9. Dezember 2011 um 19:18:45
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Japan
Ich wiederhole mich , aber menschenverachtender als diese soziale Marktwirtschft ist nichts auf der Welt, es wird alles dem Profit
untergeordnet!
schlimm auch das diese Gutmenschen noch über die Russen schimpfen , die aber alles unternommen haben, um Schlimmeres für die Menschen zu verhindern !
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Alte schrieb:
am 9. Dezember 2011 um 17:57:32
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Es ist schlimm,
was auf diese armen Menschen u. ihre Kinder/Kindeskinder noch zukommt an Erkrankungen.Das Schlimme ist:Sie werden es
sicherlich zu beweisen haben, dass die meisten auf den AKW-Unfall zurückzuführen sind..Wer dann am längeren Hebel sitzen wird, kann man sich jetzt schon vorstellen.Die Höchstwerte werden nach Belieben einfach heraufgesetzt.
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R schrieb:
am 9. Dezember 2011 um 13:46:42
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Grenzwerte
Die zulässigen Strahlendosen wurden weltweit, vor allem in der EU "erhöht". Somit sind die Strahlenwerte in Japan also
nicht "überschritten". Auf der Homepage der EU gab es ein Bericht. War bei Tschernobyl auch so. Damals hatte eine Person es gewagt offiziel einen realitätsnahen Bericht darzulegen, 1 Tag später war der glückliche Familienvater an Depressionen gestorben...
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