28.04.2011, 08:04 Uhr
Wichtiger Fund: Teile der Black Box am Grund des Südatlantik (Foto: BEA)
Knapp zwei Jahre nach dem mysteriösen Air-France-Absturz über dem Südatlantik ist am Unglücksort das Gehäuse des Flugdatenrekorders gefunden worden. Allerdings war das von Trümmern umgebene Gehäuse leer. Das gaben die Flugunfallermittler der französischen Behörde BEA bekannt.
Unklar ist bislang, wo sich das eigentliche Aufzeichnungsgerät - das sogenannte Crash Survivable Memory Unit - mit den wichtigen Daten befindet. Nach dem ersten zwölfstündigen Einsatz des Tauchroboters "Remora 6000" habe nun ein zweiter Tauchgang begonnen. Die französische Regierung erhofft sich von der 68 Mitarbeiter starken Suchmission Aufschluss über die Ursache des Absturzes der Maschine, die am 1. Juni 2009 verunglückte.
Der ferngesteuerte Hightech-Tauchroboter soll in den nächsten Wochen auch die Bergung von Flugzeugteilen ermöglichen. Das besondere Interesse des Bergungsteams gilt in erster Linie dem Cockpit Voice Recorder, mit dem die Gespräche im Cockpit aufgezeichnet werden, und dem Flugdatenschreiber, dessen Gehäuse nun entdeckt wurde.
Der Tauchroboter wird vom Spezialschiff "Ile de Seine" aus gesteuert. Es hatte sich am vergangenen Freitag von Dakar aus mit einem internationalen Expertenteam auf den Weg zur Absturzstelle gemacht. Sie liegt rund 1100 Kilometer von der brasilianischen Hafenstadt Recife entfernt.
Fast zwei Jahre nach dem Absturz einer Air-France-Maschine haben Roboter im Atlantik Trümmerteile und Opfer gesichtet. zum Video
Unterdessen haben Hinterbliebene die französische Luftfahrtermittlungsbehörde BEA verklagt. Sie werfen den staatlichen Ermittlern vor, die Aufklärung des Unglücks behindert zu haben, sagte der Anwalt Yassine Bouzrou. Das Wrack des Flugzeugs, das von Rio de Janeiro nach Paris unterwegs war, wurde erst im April gefunden. Die für die Suche verantwortliche BEA habe das Gebiet, wo die Reste letztendlich entdeckt wurden, aber bereits direkt nach dem Absturz untersucht, kritisierte Bouzrou.
Seine Mandanten hätten den Verdacht, dass Einzelheiten bewusst zurückgehalten wurden, um ein Vergehen zu verschleiern oder die Verurteilung von Schuldigen zu verhindern. Außerdem befürchten sie, dass die nun entdeckten Geräte nach fast zwei Jahren in knapp 4000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund nicht mehr brauchbar sind. Beim Absturz des Airbus A330-200 waren 228 Menschen gestorben, darunter 28 Deutsche.
Quelle: AFP
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME