14.07.2011, 11:29 Uhr
Der chinesische Künstler Ai Weiwei legt sich weiter mit dem Regime in Peking an (Quelle: Reuters)
Der regierungskritische chinesische Künstler Ai Weiwei muss sich weiter den Vorwürfen chinesischer Behörden erwehren. Die Ehefrau und der Anwalt von Ai Weiwei sind am Donnerstag in einer Anhörung gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen das Unternehmen Ai Weiweis vorgegangen. Die Designfirma Beijing Fake Cultural Development soll umgerechnet 1,3 Millionen Euro an Steuern und Bußgeldern zahlen.
Vor der nichtöffentlichen Anhörung sagte Lu Qing, Ai Weiweis Ehefrau und rechtliche Vertreterin seines Unternehmens, sie verlange die bei der Verhaftung ihres Mannes beschlagnahmten Unterlagen zurück, um sich auf ein mögliches Hauptverfahren vorbereiten zu können. "Wir haben kein Material. Das ist nicht fair", sagte Lu.
Ais Familie weist die Vorwürfe zurück. Aktivisten erklärten, die Anschuldigungen seien lediglich ein Vorwand, um den prominenten Dissidenten zum Schweigen zu bringen. Die chinesischen Behörden erklärten unterdessen, es werde noch mindestens für ein weiteres Jahr gegen Ai ermittelt und er könne jederzeit erneut verhört werden.
Inzwischen hat der Regierungskritiker erklärt, er sei "sehr glücklich" über seine neue Gastprofessur an der Berliner Universität der Künste. "Ich hoffe, dass ich in Zukunft etwas Wichtiges beitragen kann", teilte Ai per SMS mit. Er stehe mit der Berliner Hochschule bereits seit über einem Jahr in Kontakt. Noch sei allerdings "nicht klar", wann er China verlassen könne. Die Universität der Künste hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Ai dem im April ausgesprochenen Ruf nach Berlin folgen werde.
Ai war Ende Juni nach zweieinhalb Monaten Haft unter Auflagen freigelassen worden. Zu den Auflagen zählt allerdings, dass der international renommierte Künstler Peking ein Jahr lang nicht ohne Erlaubnis verlassen darf. Der unter Diabetes leidende Regimekritiker war Anfang April festgenommen und anschließend an einem unbekannten Ort festgehalten worden.
Quelle: dapd , AFP
Inga West schrieb:
am 14. Juli 2011 um 13:27:37
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Meinungsfreiheit
Hallo Dieter Qua, Respekt, daß Ihr Kommentar eingestellt wurde. Ich hatte neulich schon in diesem Forum darauf hingewiesen,
daß wir derzeit in der BRD ca. 12.000 politische Gefangene haben, wurde nicht eingestellt, bin also mal gespannt!
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peter schrieb:
am 14. Juli 2011 um 12:52:05
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Fakten
Gibt es Fakten wie wieviel Steuer Ai bereits gezahlt hat etc. ??
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Dieter Qua. schrieb:
am 14. Juli 2011 um 12:41:57
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Meinungsfreiheit
Liebe Presse und Bundesregierung, hört endlich auf über das Ausland und seine Meinungsfreiheit zu meckern. In Deutschland
sieht die Sache nicht anders aus, siehe z.B. Horst Mahler oder Sylvia Stolz!
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