09.05.2011, 09:58 Uhr
Mit Granaten und Schusswaffen haben Taliban-Kämpfer Kandahar angegriffen (Foto: ap) (Quelle: AP)
Kämpfer der radikalislamischen Taliban haben Regierungsgebäude in der südafghanischen Stadt Kandahar mit Granaten beschossen. Ziele der Offensive seien der Wohnsitz des Provinzgouverneurs, das Rathaus sowie Büros des Geheimdienstes gewesen, hieß es aus Regierungskreisen.
"Die Taliban haben mehrere Gebäude angegriffen", berichtete Regierungssprecher Salmai Ajubi aus einem Schutzraum innerhalb des Anwesens des Gouverneurs. Bei den Kämpfen seien mindestens zwölf Menschen verwundet worden, hieß es aus dem größten Krankenhaus der Stadt. Einige der Verletzten seien in den Geheimdienstbüros angeschossen worden, andere seien in der Nähe des Gouverneurssitzes ins Kreuzfeuer geraten.
Die Taliban erklärten, ihre Kämpfer seien bis auf das Gelände des Gouverneursanwesens vorgedrungen und es habe Tote gegeben. "Viele Menschen wurden getötet", sagte Taliban-Sprecher Kari Jusef Ahmadi. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Die Gefechte in Kandahar dauerten über Stunden an. Die Aufständischen hätten den Sitz des Gouverneurs mit raketenbetriebenen Granaten und Schusswaffen angegriffen. Augenzeugen berichteten von mindestens zwei schweren Explosionen in der Nähe des Gouverneurssitzes. Während die Kämpfe andauerten, riegelte die Polizei das Gelände ab. Über der Stadt kreisten Militärhubschrauber.
Der Angriff vom Samstag sei jedoch keine direkte Reaktion auf den US-Einsatz gegen Bin Laden gewesen, sondern Teil der angekündigten Frühjahrsoffensive der Taliban. "Die Operation war bereits seit einem oder zwei Monaten geplant", sagte Taliban-Sprecher Ahmadi.
Die Provinz Kandahar galt einst als Hochburg der radikalislamischen Taliban, wird nun aber von der NATO und den afghanischen Streitkräften kontrolliert. Am Freitag hatten die Taliban erklärt, die Tötung des Al-Kaida-Führers Osama bin Laden werde die Moral der Aufständischen nur weiter stärken. "Das Martyrium von Scheich Osama bin Laden verleiht dem heiligen Krieg gegen die Eindringlinge neuen Antrieb", hieß es in der Stellungnahme.
Kandahar ist regelmäßig Schauplatz von Anschlägen. Mitte April waren der Polizeichef von Kandahar sowie zwei seiner Leibwächter bei einem Selbstmordattentat ums Leben gekommen. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban. Wenig später gelang rund 500 Aufständischen aus einem Gefängnis in Kandahar durch einen langen Tunnel die Flucht.
Quelle: dapd
Commander schrieb:
am 8. Mai 2011 um 10:42:22
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Spielwiese
Es kommt einem vor als wäre das dort eine Spielwiese. Wann geht man endlich gegen die Bande vor. Waffenabgabe , wer nach dem
Stichtag bewaffnet angetroffen wird, wird standrechtlich erschossen, egal wer. Oder man verläßt das Land weil das Volk keine westliche "Demokratie" will !
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ulgro schrieb:
am 8. Mai 2011 um 09:34:54
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Taliban
Das können sie , die Taliban, Terror verbreiten und sinnlos töten. Und hier diskutiert man, ob man sich freuen dürfe oder nicht,
wenn der Obertaliban, Bin Laden, wegradiert wird. Alle, die ich kenne und natürlich auch ich haben sich gefreut, dass der den Löffel abgegeben hat.
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syros schrieb:
am 8. Mai 2011 um 08:43:57
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taliban-offensive
die waffen der taliban stammen aus aller welt und zum hauptteil aus den USA, die haben nämlich die taliban im kampf gegen
die russen richtig aufgerüstet haben, und die waffenlobby in aller welt, speziell in den usa um die beiden kriegsverbrecher rumsfeld und bush freuen sich über riesige profite.
das gleiche passiert wohl bald in libyen,erst die rebellen mit modernen waffen aufrüsten,die sich dann garantiert später damit gegen ihre unterstützer wenden.die usa werden sich noch wundern.
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