16.09.2011, 14:57 Uhr
Nach den Taliban-Angriffen auf die US-Botschaft und den Sitz der NATO ist in Kabul bis zum frühen Mittwochmorgen gekämpft worden. Mindestens ein Hubschrauber der US-Streitkräfte nahm dabei die oberen Stockwerke eines Gebäudes unter Beschuss, von dem aus die Aufständischen am Vortag die stark gesicherte US-Botschaft angegriffen hatten.
Inzwischen sei der Angriff der Aufständischen beendet, meldete die afghanische Regierung. Alle sechs Angreifer seien getötet worden. Mindestens ein Kämpfer hatte sich zuvor offenbar in dem Gebäude verschanzt, teilte die afghanische Polizei mit.
Bei den koordinierten Angriffen im streng bewachten Zentrum Kabuls waren nach Angaben des Sprechers des Innenministeriums mindestens 14 afghanische Zivilisten und Polizisten getötet, unter den Opfern waren auch drei Kinder. 19 weitere Menschen wurden verletzt, unter ihnen auch ein afghanischer Rundfunkreporter. Vom dem Botschaftspersonal sowie den Kräfte der NATO-Schutztruppe ISAF kam hingegen niemand zu Schaden.
In anderen Stadtteilen hatten afghanische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben weitere Anschläge verhindert. Wie Polizeichef Sahir mitteilte, wurde ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter erschossen, als dieser versuchte, in das Hauptquartier der Grenzpolizei im Westen der Stadt einzudringen. Zwei weitere mutmaßliche Extremisten seien unweit des Parlaments sowie auf der Straße zum Internationalen Flughafen getötet worden.
Eine ungeheure Provokation: Erst nach 20 Stunden konnten die Aufständischen im Diplomatenviertel besiegt werden. zum Video
Die Taliban hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Angriffe in Kabul und anderen Teilen Afghanistans verübt. Erst Mitte August hatte ein Selbstmordkommando das britische Kulturinstitut in Kabul angegriffen und neun Menschen getötet, darunter zwei Ausländer. Ende Juni hatten Taliban ein Luxushotel in der Stadt angegriffen und elf Menschen getötet (zur Foto-Serie). Die Sicherheitskräfte hatten mehrere Stunden gebraucht, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Derzeit ist die ISAF dabei, die Verantwortung für die Sicherheit im Land schrittweise an die Afghanen zu übergeben. Nach einem NATO-Beschluss soll der Kampfeinsatz am Hindukusch bis 2014 beendet werden. US-Außenministerin Hillary Clinton betonte, der Angriff habe keinen Einfluss auf das Engagement der USA in Afghanistan.
Quelle: dapd , AFP , dpa
Raus aber sofort schrieb:
am 14. September 2011 um 15:40:46
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Afghanistan-Idiotie
Nicht mal in besonders gesicherten Zonen ist Sicherheitt von der NATO zu gewährleisten. Wann haben das unsere Politiker
endlich gelernt und setzen den mehrheitlichen Willen des deutschen Volkes (76 %) um: Schnellstens raus da, dort Gewinnen war nie möglich und nur unnötige Opfer. Darüber hinaus ist ein Engagement Blödsinn, wenn nach wie vor Frauen und Mädchen benachteiligt werden, Vollschleier tragen müssen und Drogen unter dem Schutz der NATO weiter angbaut werden, um dann hier zu landen.
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Raddi schrieb:
am 14. September 2011 um 14:27:47
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Kabul
Das wird ja auch endlich Zeit, daß diese Verbrecher das volle Maß der Vergeltung der Soldaten zuspüren bekommen haben. Ich verstehe
sowieso nicht, warum man so ein Gebäude, indem sich diese Terroristen verschanzt haben, nicht einfach samt den Terroristen in die Luft sprengen kann. Sie nehmen schließlich auch keine Rücksicht auf zivile und unschuldige Personen.
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Hein schrieb:
am 14. September 2011 um 13:21:27
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Afghanistan
Das ist das Resultat von 10 Jahren unfähiger Politik die größtenteils mit Bombenwürfen durchgestzt wurde.Tausende von Taliban
sitzen in Pakistan und warten nur auf den Tag an dem alle Soldaten abgezogen sind.Ich fürchte Sie werden alle zurück kommen,aber garantiert nicht friedlich.Es werden tausende flüchten müssen,weil Sie uns vertraut haben und dann Repressalien oder schlimmeres fürchten müssen.
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