10.07.2011, 15:01 Uhr
In Afghanistan sind sieben entführte Minenräumer von ihren Geiselnehmern enthauptet worden. Die Leichen der sieben Todesopfer wurden nach Polizeiangaben am Sonntag in der westlichen Provinz Farah geborgen. US-Verteidigungsminister Leon Panetta stattete US-Einheiten in der unruhigen Provinz Helmand im Südwesten des Landes einen Besuch ab.
Insgesamt 28 afghanische Minenräumer waren am Mittwoch im westlichen Bezirk Bala Buluk, einer Hochburg der islamistischen Taliban, entführt worden. Das Schicksal der übrigen 21 Geiseln war nach Polizeiangaben unklar. Sie hatten demnach für die afghanische Hilfsorganisation Demining Agency for Afghanistan (Dafa) gearbeitet, die verminte Gebiete von den gefährlichen Sprengsätzen befreit.
Zu der Entführung bekannte sich zunächst niemand. Ein Sprecher der Taliban, Jusuf Ahmadi, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Taliban hätten die Minenräumer nicht getötet und hätten auch mit der Entführung nichts zu tun. In Afghanistan sind Entführungen an der Tagesordnung. Dahinter stecken sowohl Aufständische wie die Taliban als auch Kriminelle, denen es um Lösegeldzahlungen geht. Im vergangenen Dezember waren in der ostafghanischen Provinz Chost 18 Mitarbeiter einer anderen Minenräum-Organisation verschleppt worden. Sie wurden nach nur einem Tag unverletzt von Soldaten befreit.
Bei Bombenanschlägen und Rebellenangriffen im Osten und im Süden Afghanistans kamen am Sonntag drei NATO-Soldaten ums Leben, wie die Militärallianz und die afghanische Polizei mitteilten. In der südlichen Stadt Kandahar tötete ein Sprengsatz nach Polizeiangaben drei afghanische Polizisten. Die Zahl der seit Jahresbeginn getöteten ausländischen Soldaten in Afghanistan stieg nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Basis der Internetseite icasualties.org auf 296. Im vergangenen Jahr starben 711 Soldaten der NATO-Truppe ISAF.
ISAF-Oberbefehlshaber David Petraeus sagte am Samstagabend, die Rebellenangriffe auf ausländische und afghanische Streitkräfte seien in den vergangenen zwei Monaten im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen. Für Juli sei der Trend ähnlich, fügte Petraeus anlässlich des Besuchs von Pentagonchef Panetta hinzu.
Panetta, der am Samstag in Kabul mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zusammentraf, führte dort am Sonntagvormittag Gespräche mit den Ministern für Verteidigung und Inneres, Abdul Rahim Wardak und Bismullah Khan Mohammed. Für den Nachmittag stand der Besuch eines Feldlazaretts in Helmand auf dem Programm. Panetta wollte außerdem eine Ansprache an Soldaten der US-Marines halten, denen es nach NATO-Angaben gelang, den Vormarsch der Taliban in der Region zu stoppen.
Quelle: AFP
Alfons schrieb:
am 10. Juli 2011 um 17:13:01
(0)
(0)
Afghanistan
Alle Helfer und Soldaten der ISAF sofort raus.Die Russen haben sich auch schon einen Blutigen Kopf in den 80er Jahren geholt.
Um
Afghanistan eine große Mauer bauen,dann hat sich die Sache von selber erledigt.
mehr
Kommentar melden
DBZSG schrieb:
am 10. Juli 2011 um 17:03:03
(0)
(0)
Minenräumer
aus unserer eigenen Landesgeschichte:
der Letzte macht das Licht aus, gemeint war ..na wer wohl.
ALLe raus aus dem Land und
Karsai kann tun und lassen was er will.
Nur eines geht dann nicht, Verbündete hintergehen.
Also liebe Politiker ,vergesst dauerhaft eure Profilierungssucht und gut ist.
Deutschland kann die Welt nicht retten, wenn sie nicht gerettet werden will.
Griechenland, der Euro allgemein, Klima und anderes mehr.
Bitter ist in jedem Fall: unschuldige Helfer sterben für ihre Ziele.
mehr
Kommentar melden
Gerda schrieb:
am 10. Juli 2011 um 15:55:26
(0)
(0)
Abartig was in diesem Land passiert
Nur rauss mit unseren humanen Helfern und den bedauernswerten Bundeswehrsoldaten die für die falsche
Politik von Schröder Fischer 2002 heute ihren Kopf hin halten müssen.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME