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Afghanistan: Frau und General unter verletzten Bundeswehrsoldaten

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Afghanistan: Frau und General unter verletzten Bundeswehrsoldaten

29.05.2011, 17:30 Uhr

Bei dem Selbstmordattentat wird auch der deutsche ISAF-Kommandeur Markus Kneip verletzt.

Wieder dürfte sich ein Taliban-Attentäter unter die Sicherheitskräfte gemischt haben: Ein Anschlag östlich von Kundus traf auch zwei deutsche Soldaten tödlich. Die Bundeswehr teilte am Samstagabend mit, dass fünf Kameraden verletzt wurden, darunter erstmals auch ein deutscher General. Unter Verletzten ist auch eine Frau. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte, sie sei in einem "kritischen" Zustand.

Nach dem tödlichen Selbstmordanschlag auf ranghohe afghanische und deutsche Sicherheitskräfte hat die Bundeswehr die Angaben über die Zahl der Verletzten in den eigenen Reihen erhöht. Neben den beiden getöteten Bundeswehr-Soldaten seien fünf ihrer Kameraden verletzt worden, darunter auch der deutsche ISAF-Regionalkommandeur für Nordafghanistan, General Markus Kneip. Das sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos. Zunächst war von drei verletzten Deutschen die Rede gewesen. Mindestens einer der Attentäter soll sich in Polizeiuniform Zutritt verschafft haben.

Insgesamt fielen sieben Menschen dem Attentat zum Opfer. Der Anschlag vom Samstag, zu dem sich die Taliban bekannten, richtete sich gegen ein Sicherheitstreffen in der Stadt Talokan. Damit kamen erneut auch Bundeswehrsoldaten durch Attentäter ums Leben, die in Uniformen die scharfen Sicherheitskontrollen umgehen konnten.

Zweifel am Partnering-Konzept

Das Attentat stellt das Konzept des Partnering in Afghanistan nach Einschätzung von Experten erneut in Frage. Ausländische Soldaten sind darauf angewiesen, ihren sogenannten Partnern - den afghanischen Sicherheitskräften - zu vertrauen. Die enge Zusammenarbeit - das Partnering - zwischen internationalen und einheimischen Sicherheitskräften gilt als Schlüssel dafür, das angestrebte Ziel der Nato zu erreichen: Die ausländischen Kampftruppen bis 2014 abzuziehen.

Von den deutschen Verwundeten ist einer schwer verletzt. Leicht verletzt wurde neben General Kneip auch der Kommandeur des Bundeswehr-Lagers am Anschlagsort Talokan. Die Bundeswehr unterrichtete die Angehörigen der Soldaten in der Heimat. Es ist das erste Mal, dass ein deutscher General in Afghanistan zu Schaden kam. Das bislang ranghöchste deutsche Opfer in Afghanistan war ein Oberstleutnant.

"Gerade jetzt"

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) forderte die Bundesbürger auf, "gerade jetzt unseren Einsatz in Afghanistan zu unterstützen". Zweifel seien erlaubt und sogar angebracht. Doch: "Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Mit dem Anschlag in Talokan steigt die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die in Afghanistan ums Leben gekommenen sind, auf 50. 32 von ihnen starben bei Gefechten oder Anschlägen.

"Schockiert und traurig"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm die Nachricht vom Tod der deutschen Soldaten "schockiert und traurig" auf: "Dieser terroristische Anschlag zeigt eine mörderische Menschenverachtung." Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) äußerte sich während eines Besuchs im Golfstaat Oman bestürzt über den Terrorakt.

Auf afghanischer Seite starben der Polizeikommandeur für den Norden des Landes, Daud Daud, sowie der Polizeichef der Provinz Tachar, Schah Dschahan Nuri. Unter den Verletzten sei auch Gouverneur Abdul Jabar Taqwa, sagte dessen Sprecher, Fais Mohammad Tawhidi.

Einer der Attentäter soll eine Polizeiuniform getragen haben. Der Mann gehörte demnach zu den Sicherheitskräften, die das hochrangige Treffen schützen sollten. Als die Teilnehmer des Treffens den Konferenzraum verlassen hätten, sei der Attentäter auf die Gruppe zugegangen und habe seinen Sprengstoff gezündet.


Quelle: dpa

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Kommentare (269)

zum Forum

Thema: "Afghanistan: Frau und General unter verletzten Bundeswehrsoldaten"

Jeder der sagt das schrieb: am 28. Mai 2011 um 19:46:03
(0) (0) die Verteidigung in
Afghanistan lachhaft ist, gehört eindeutig zu den Leuten die ncihts durchblicken und die einfach zu dumm sind um die
Hintergründe zu evrstehen. Die heutigen Kriege finden nicht mehr an einer klaren Front statt. Der Feind wird mit Anschlägen und Sabotageakten maltertiert bis er kampfunfähig wird. Das heißt wir können sehr wohl von Afghanistan aus angegriffenw erden wenn wir die Leute dort agieren gelassen hätten. Sie hätten Heere an Attentäter ausgesandt und überall auf der Erde Chaos v
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Ralle schrieb: am 28. Mai 2011 um 19:45:08
(0) (0) Angela Merkel
Angela Merkel mußte sich ja öffentlich über den Tod Osamas freuen. Die Taliban sind aktiv und können auch durch die
Präsenz der Bundeswehr nicht ausgelöscht werden.
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Heinz schrieb: am 28. Mai 2011 um 19:44:57
(0) (0) Anschlag
Leute, was regt Ihr Euch auf. Das ist deren Beruf und den haben Sie freiwillig gewählt. Jeder der einen gefährlichen Beruf wählt
hat mit sowas zu rechnen.
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