06.02.2012, 09:13 Uhr
Für afghanische Zivilisten war das vergangene Jahr das tödlichste seit Beginn des Einsatzes der internationalen Truppen gegen die Taliban vor zehn Jahren. Im Jahr 2011 seien 3021 Zivilisten getötet worden, acht Prozent mehr als 2010, teilte die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) mit.
Mehr als drei Viertel der Zivilisten (77 Prozent) seien von den Taliban oder anderen aufständischen Gruppen getötet worden, 14 Prozent von Soldaten der NATO oder der afghanischen Armee. Bei neun Prozent sei eine Zuordnung nicht möglich gewesen.
Durch Detonationen selbstgebauter Sprengsätze, der am häufigsten eingesetzten Waffen der Aufständischen, wurden dem Bericht zufolge 967 Zivilisten getötet. Bei den umstrittenen nächtlichen Luftangriffen der internationalen Truppen, die in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Verstimmungen zwischen der NATO und der Regierung in Kabul führten, starben demnach 63 Zivilisten.
"Dramatisch gestiegen" ist dem UN-Bericht zufolge die Zahl der zivilen Todesopfer durch Selbstmordanschläge. Selbstmordattentäter töteten im vergangenen Jahr demnach 450 Zivilisten - 80 Prozent mehr als 2010.
Die afghanischen Zivilisten zahlten schon "viel zu lange" den "höchsten Preis des Krieges", erklärte UNAMA-Chef Jan Kubis. Immer noch werde "eine ständig steigende Zahl" von afghanischen Kindern, Frauen und Männern getötet. Der frühere slowakische Außenminister appellierte an alle Konfliktparteien, ihre Bemühungen zum Schutz von Zivilisten "in hohem Maße" zu verstärken.
Deutlich gestiegen ist dem Bericht zufolge auch die Zahl der Afghanen, die wegen des Konflikts gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen. 2011 waren in dem Land am Hindukusch demnach schätzungsweise 185.600 Menschen auf der Flucht - 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Quelle: AFP
Achim schrieb:
am 4. Februar 2012 um 19:10:22
(4)
(0)
Afghanistan
Wem haben Kriege schon immer genutzt? Selten der Zivilbevölkerung. Oft nicht einmal den Angreifern. Und die nächsten Kriege
zeichnen sich schon ab. Was haben die alten und neuen Kreuzritter erreicht? Bewusstseinsänderung erreicht man am besten durch ein nachahmenswertes Vorbild Ich bin mir im Zweifel, ob wir ein solches bilden. Gewiss nicht durch ein militärisches Eingreifen.
mehr
Kommentar melden
War dort schrieb:
am 4. Februar 2012 um 18:30:14
(10)
(0)
Afghanistan
Dieses Land ist, ganz gleich, ob mit oder ohne internationale Truppen, im tiefsten Mittelalter verhaftet, das Denken wesentlicher
Teile der Bevölkerung entspricht archaischen Riten. Dieses lässt sich auch nicht - und zwar gar nicht - innerhalb weniger Jahrzehnte ändern. Holt unsere Truppen heim. Sie können nicht wirklich etwas bewirken und überlasst die Afghanen sich selber. Ihnen ist nicht zu helfen.
mehr
Kommentar melden
Stabsgefreiter schrieb:
am 4. Februar 2012 um 18:18:50
(5)
(7)
Ohne die Einmischung der NATO
in Afghanistan gäbe es weder tote afghanische Zivilisten, noch tote NATO-Soldaten. Verdammt nochmal, laßt
doch diese Völker endlich in Ruhe. Im Irak führte der verbrecherische US-Krieg zu 1.000.0000 toter Iraker und zu 3.000 toten US-Soldaten, Sie starben für den Irren namens Bush. Saddam bekämpfte die Terroristen, doch das kapierte der doofe Bush nicht. Und Obama ist nicht besser. Wieso wird dem der Friedensnobelpreis nicht aberkannt ? Er ist kein Friedensstifter sondern ein ein Kriegstreiber.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME