28.03.2011, 11:22 Uhr
Selbstmordattentäter haben auf dem Gelände einer Baufirma in Ostafghanistan einen gewaltigen Sprengsatz gezündet und 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Behörden erklärten, drei Angreifer hätten am Sonntagabend den Wachmann der Firma erschossen, einen Lastwagen mit Sprengstoff auf das Gelände gefahren und die Bombe gezündet. Zu der Tat in der Provinz Paktika bekannten sich die Taliban.
Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid erklärte, Ziel des Selbstmordanschlags sei ein gemeinsamer Stützpunkt der afghanischen Streitkräfte und der NATO gewesen.
Ein Sprecher der Provinzregierung, Mochlis Afghan, teilte dagegen mit, bei allen Toten und den 50 Verletzten handele es sich um einfache Arbeiter. Auf dem Gelände hätten sich keine afghanischen und ausländischen Soldaten aufgehalten. Diese seien erst später hinzugekommen und hätten geholfen, die Verletzten in Krankenhäuser zu bringen.
Die südostafghanische Provinz Paktika, die eine lange durchlässige Grenze mit Pakistan teilt, ist bekannt als Hochburg des Hakkani Netzwerks, das Verbindungen zum Al-Kaida-Netzwerk unterhält. In Afghanistan kommt es immer wieder zu blutigen Anschlägen, die meist von den radikalislamischen Taliban verübt werden.
Quelle: dapd , AFP
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