20.09.2011, 21:38 Uhr
Die Taliban bekennen sich zu dem Attentat auf Rabbani. Auch ein enger Berater des amtierenden Präsidenten Karsai wurde schwer verletzt.
Der frühere afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist bei einem Bombenanschlag in Kabul ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter riss am Dienstagabend (Ortszeit) den Vorsitzenden des Hohen Friedensrates und vier seiner Leibwächter mit in den Tod. Ein enger Berater von Präsident Hamid Karsai wurde bei dem Anschlag verletzt. Rabbanis Ermordung wurde als Schlag gegen den Friedensprozess mit der Taliban gewertet.
Der Leiter der polizeilichen Ermittlungen sagte, der Attentäter habe Rabbani zu Hause aufgesucht. Der Sprengsatz sei im Turban des Täters versteckt gewesen. Karsai brach seinen Besuch in den USA sofort ab.
Rabbani zählte zu einer Gruppe von Mudschaheddin, die in den 1980er Jahren gegen die sowjetischen Truppen im Land kämpften. Von 1992 bis 1996 war er afghanischer Präsident, bevor er von den Taliban gestürzt wurde. Rabbani wurde anschließend der nominelle Führer der Nordallianz, die nach dem Sturz der Taliban in Kabul an die Macht kam. Er selbst gehörte der Minderheit der Tadschiken an.
Der Friedensrat war vor einem Jahr von der afghanischen Regierung initiiert worden, um eine politische Lösung des Konflikts in dem Land zu erreichen. So sollte das Gremium auch die aufständischen Taliban einbeziehen und direkte Verhandlungen mit der Taliban-Führung aufnehmen. Allerdings hat der Rat bislang wenige Fortschritte zu verzeichnen.
Rabbanis Tod dürfte den Unmut von ranghohen Mitgliedern der Nordallianz noch verstärken, die Karsai vorwerfen, mit den radikalen Islamisten zu konspirieren. Ethnische Minderheiten haben sich angesichts der Annäherung an die Taliban bereits wieder bewaffnet. Rabbanis Tod dürfte der Wiederbewaffnung Vorschub leisten und könnte zu einem neuen Bürgerkrieg führen, wenn 2014 alle US-Truppen aus dem Hindukusch abgezogen sind.
Karsais Berater, Mohammed Massoom Staneksai, wurde bei dem Anschlag verletzt. Ein Familienangehöriger sagte, Staneksai scheine nicht in Lebensgefahr zu schweben, werde aber weiter in einem Krankenhaus behandelt. Staneksai ist Leiter des afghanischen Friedens- und Reintegrationsprogramms, das von den USA und ihren Bündnispartnern finanziell unterstützt wird. Mit ihm sollen gemäßigte Taliban-Kämpfer wieder in die afghanische Gesellschaft eingegliedert werden. Von den bis zu 40.000 Aufständischen nahmen bislang nur etwa 2000 das Programm in Anspruch.
Quelle: dapd
Krieger schrieb:
am 20. September 2011 um 18:43:08
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Frieden in Afghanistan
Wann merken die Politiker, dass es einen Frieden mit den "Taliban" nie geben wird?! Mit solchen Unmenschen
kann man nicht verhandeln - das sollten alle endlich begreifen.
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komment Heinu schrieb:
am 20. September 2011 um 18:42:03
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Obama ist einer Lobby aufgelaufen
Seltene Erden muss man sich erarbeiten, nicht mit Gewalt nehmen wollen.Geologe, komme gerade aus Kabul,
arbeite aber für ein asiatisches Konsortium.Mit Erfolg, wenn der Westen weg ist kommen keine Panzer mehr,sondern Abrissbagger, 90 Prozent aus Deutschland.
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Heinu schrieb:
am 20. September 2011 um 17:32:56
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Rabbani
Haben die noch immer nicht bemerkt, daß Obama dem Land Frieden gebracht hat ??
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