22.03.2011, 13:30 Uhr
Afghanische Polizisten überprüfen ein Fahrzeug in Herat. Aus dieser und anderen Regionen will sich die NATO im Sommer zurückziehen (Foto: dpa)
Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat die ersten sieben Regionen benannt, in denen afghanische Sicherheitskräfte ab Juli dieses Jahres das Kommando von den internationalen Truppen übernehmen sollen. Unterdessen hat die Bundesregierung entschieden, für die Awacs-Aufklärungsflüge über Afghanistan bis zu 300 Soldaten zur Verfügung zu stellen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Koalitionskreisen. Auf diese Weise sollen die Bündnispartner beim Einsatz in Libyen entlastet werden.
Das Kabinett will das neue Mandat an diesem Mittwoch beschließen. Der Bundestag wird voraussichtlich am Freitag abstimmen. Die SPD als größte Oppositionspartei hat bereits Zustimmung signalisiert. Derzeit sind am Hindukusch etwa 5300 Bundeswehr-Soldaten im Einsatz.
Trotz der Aufstockung soll sich an der zulässigen Höchststärke des deutschen Afghanistan-Kontingents von 5350 Soldaten nichts ändern. Bislang war die Bundeswehr an den Überwachungsmissionen der Awacs-Aufklärungsflugzeuge nicht unmittelbar beteiligt. Normalerweise stellen die deutschen Soldaten bei Awacs-Missionen der NATO etwa ein Drittel des Personals.
Unter den Regionen, die künftig in afghanischer Verantwortung liegen sollen, sei die nordafghanische Stadt Masar-i-Scharif, in der die Bundeswehr das regionale Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe Isaf führt, teilte Karsai bei einer Ansprache vor Soldaten und Offizieren in der Nationalen Militärakademie in Kabul mit.
Daneben werden Laschkarga, die Hauptstadt der südlichen Unruheprovinz Helmand, die westafghanische Provinzhauptstadt Herat und die Stadt Metharlam in der Provinz Laghman einbezogen. Auch aus den als relativ ruhig geltenden Provinzen Bamian und Pandschir in Zentral- und Ostafghanistan will sich die NATO zurückziehen.
Mit Ausnahme des besonders gefährlichen Bezirkes Surobi ist zudem die Provinz Kabul betroffen. In der Hauptstadt selbst hatten afghanische Armee und Polizei bereits Ende 2008 inoffiziell die Verantwortung für die Sicherheit von der NATO übernommen.
Die reibungslose Übergabe hänge auch von der internationalen Gemeinschaft ab, sagte Karsai. Diese müsse das Land weiter beim Wiederaufbau und der Schaffung funktionierender Verwaltungsstrukturen unterstützen. Allerdings sei der nun eingeleitete Prozess "nicht mehr umkehrbar", so Karsai. "Das afghanische Volk will nicht, dass die Verteidigung des Landes in den Händen anderer liegt."
Die Afghanen sollten die Verantwortung für die Verteidigung des Landes unter allen Umständen selbst übernehmen, so der afghanische Präsident. Die Übergabe der Macht werde dann von den Provinzhauptstädten auf die Provinzen ausgedehnt. Karsai rief auch die Taliban wieder auf, sich dem Friedensprozess anzuschließen.
Außenminister Guido Westerwelle begrüßte die geplante Übergabe der Verantwortung. Der FDP-Vorsitzende sprach von einer "wichtigen Zäsur", die eine neue Phase des internationalen Engagements in Afghanistan einleiten werde. Zu den sieben Gebieten gehört auch die nordafghanische Stadt Masar-i-Scharif, wo die Bundeswehr das regionale Hauptquartier der Internationale Schutztruppe Isaf führt.
Die NATO hatte Ende 2010 beschlossen, den Kampfeinsatz am Hindukusch bis 2014 zu beenden und die Sicherheitsverantwortung für das Land bis dahin schrittweise an die Afghanen zu übergeben. Ausländische Soldaten sollen danach nur noch zur Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Truppen im Land bleiben.
Quelle: dpa , dapd
goofy schrieb:
am 22. März 2011 um 19:29:08
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Afghanistan und unsere Soldaten
Warum ? (in-G.....-Namen) haben "wir" uns auf das Theater eingelassen ? Haben unsere Abgeordneten überhaupt
von irgendwas auch nur die geringste Ahnung ? Aber was sollen wir erwarten ? 75 v.H. der Abgeordneten sind im "Hauptberuf" Beamte, also NUR gewohnt, Befehle/Anordnungen ihrer Vorgesetzten (jetzt also : des/der Fraktionsvorsitzenden) strikt zu befolgen. Himmel hilf ! (nicht nur hier, sondern bei ALLEN - "dem Bürger" - unverständlichen Entscheidungen !)
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hunny schrieb:
am 22. März 2011 um 17:41:22
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Kdo-Übernahme
Und, was hat das alles nun gebracht? N i c h t s! Außer Spesen nichts gewesen.
So wie die ausländischen Truppen sich zurück
ziehen, werden die Afghanen (Taliban) die Verteidigung ihres Landes selbst in die Hand nehmen.
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Regi schrieb:
am 22. März 2011 um 16:59:53
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Karsai
Was hat der Einsatz gebracht ,über 50 deutsche Soldaten zieg Millionen verschwendete Steuergelder und nun ein Dankeschön von Karsai
und sein Volk.Sind alle ausländischen Truppen dort weg ,stellen die Taliebahnen den Ursprung wieder auf das was die Afg. für richtig halten.
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