01.11.2011, 11:35 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Anhaltend starker Smog lässt in Peking die Zahl der Patienten mit Atemwegserkrankungen und Schlaganfällen stark ansteigen. Ärzte riefen Kranke, Kinder und ältere Menschen über die Staatsmedien auf, möglichst nicht vor die Tür zu gehen.
Grundsätzlich wurde vor Aktivitäten außer Haus gewarnt. Der Index der Luftmessungen der US-Botschaft in der chinesischen Hauptstadt stieg am Dienstag auf einen als "gefährlich" eingestuften Stand. Es wurde vor Notstandsbedingungen gewarnt: "Die gesamte Bevölkerung ist höchstwahrscheinlich betroffen."
"Eigentlich sollten alle Menschen bei solchen Wetterbedingungen von unnötigen Aktivitäten außer Haus absehen", zitierte die "Global Times" Doktor Tong Zhaohui vom bekannten Pekinger Chaoyang Hospital. Zwei Ambulanzdienste berichteten, die Zahl ihrer Patienten mit Atemproblemen sei schon am Wochenende um 13 Prozent beziehungsweise 30 Prozent gestiegen. Schlaganfälle hätten um 14 Prozent zugenommen.
"Wir raten den Menschen, drinnen zu bleiben und am besten Türen und Fenster zu schließen", sagte Wang Qiuxia von der Umweltgrupe Daerwen. "Herbst in Peking war früher klar und frisch. Jetzt ist die Sicht schlecht und die Menschen trauen sich kaum noch zu atmen", stimmte die Zeitung "China Business Times" in den Chor der Klagen ein.
In Mikroblogs im Internet und selbst in staatlich kontrollierten Zeitungen wuchs die Verärgerung, dass das Pekinger Umweltamt trotz der extremen Bedingungen nur von "leichter Verschmutzung" reden will. Nebeliges Wetter, der Beginn der Heizperiode und der dramatisch gestiegene Straßenverkehr in der 20-Millionen-Metropole haben nach Einschätzung von Experten zu dem gefährlichen Mix in der Luft geführt. Ohnehin zählt Peking schon seit Jahren weltweit zu den Städten mit der schlimmsten Luftverschmutzung.
Nach Angaben von Experten ist die Verbindung zwischen Smogwerten und der Zahl von Schlaganfällen statistisch nachgewiesen und in Versuchen mit Mäusen bestätigt. Diesel-Abgase können zum Beispiel über kleine Entzündungen in der Lunge die Bildung von Blutgerinnseln auslösen, die wiederum zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können. Andere Forscher haben gezeigt, dass kleine Partikel aus dem Smog auch in den Blutkreislauf gelangen und das Herz direkt schädigen können.
Quelle: dpa
Emsländer schrieb:
am 1. November 2011 um 18:34:13
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Smog oder Fog
Ist doch klar, das die Staatsmedien die Probleme im eigenem Land herunter spielen. Hauptsache die Wirtschaft boomt, Wachstum um
jeden Preis. Umweltschutz Fehlanzeige. Die Bevölkerung hat noch nicht einmal ein Demonstrationsrecht. Es sei denn, von der Partei arrangiert für das ausländische Fernsehen. Statt Wirtschaftsunternehmen auszuspionieren, sollten die Chinesen bei uns zuschauen, wie schonend produziert wird und die Rückstände entsorgt werden. Warum sind 5 Millionen Soldaten unter Waffen ??
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Wolfi schrieb:
am 1. November 2011 um 16:57:55
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Smog in Peking
Aufschwung und Wirtschaftswachstum um jeden Preis, hat seine Folgen und die kommen jetzt auf Peking zu.
Wer schon mal in
Peking war, der wird wissen was da Smog bedeutet.
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Mao schrieb:
am 1. November 2011 um 11:51:53
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Smog in Peking
Der Smog ist doch kaum der Rede wert China hat 1,3-1,5 Einwohner da können ruhig 10-20 Millionen an Lungenkrebs sterben die
vermisst dann eh keiner die Nöte der Bürger ist der Chinesischen Führung egal die Menschen dort haben keinerlei Rechte ausser nach der Pfeife der Partei zu Tanzen und das ist sehr Traurig.
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