21.01.2012, 15:59 Uhr
Das seit dem Mittelalter bestehende Monopol der Apotheker auf die Abgabe von Arzneimitteln soll fallen. Nach dem Willen des Gesundheitsministeriums dürfen künftig in bestimmten Fällen auch Ärzte Medikamente direkt an die Patienten abgeben. Eine Ministeriumssprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Berliner Zeitung".
Ein solcher Passus sei in die Novelle der Apothekenbetriebsordnung aufgenommen worden, die derzeit mit den Verbänden verhandelt wird. Die geplante Änderung der Apothekenbetriebsordnung werde voraussichtlich Anfang Februar im Kabinett beraten.
Danach können in Zukunft Ärzte unheilbar kranke Patienten, die zu Hause betreut werden, selbst mit dringend notwendigen Schmerzmitteln versorgen. Bisher ist die Abgabe von Medikamenten generell nur Apothekern erlaubt, der Arzt darf lediglich ein Rezept ausstellen. Die Apotheker haben der Änderung dem Bericht zufolge bereits zugestimmt.
Palliativ- und Schmerzmediziner hatten immer wieder beklagt, dass die Arzneimittelversorgung Todkranker vor allem am Wochenende und an den Feiertagen schwierig ist, wenn Apotheken nur einen Notdienst haben.
Quelle: dpa , dapd
gugi schrieb:
am 21. Januar 2012 um 16:21:26
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schmerzmittel
edlich einmal ein erfreulich durchbruch in gesundheitsreform
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