
21.12.2011, 11:00 Uhr
Militärrat entschuldigt sich für brutales Vorgehen Ägyptische Soldaten Demonstrantinnen zusammengeschlagen und gedemütigt.
Etwa zehntausend ägyptische Frauen haben in Kairo gegen die jüngste Gewalt von Soldaten gegen Demonstrantinnen protestiert. Für Empörung hatten vor allem Bilder einer wehrlosen jungen Frau gesorgt, die während der Unruhen auf dem Tahrir-Platz von den Sicherheitskräften halb ausgezogen und dabei brutal geschlagen und getreten wurde.
Viele der Demonstrantinnen hielten Kopien eines Bildes der misshandelten Frau hoch und forderten den Rücktritt des regierenden Militärrats. "Die Töchter Ägyptens sind eine rote Linie", skandierten sie. Auf dem Weg durch die Kairoer Innenstadt schlossen sich immer weitere Frauen an. Auch international wurde die Tat geächtet: Unter anderem hatte US-Außenministerin Hillary Clinton von einer "Entehrung der Revolution" gesprochen.
Kurz darauf hat sich der Militärrat für die Gewalt offiziell entschuldigt. "Der Oberste Rat der Streitkräfte bietet den großen Frauen Ägyptens sein tiefes Bedauern wegen der Übergriffe, die sich während der jüngsten Protestaktionen vor dem Parlament und Regierungskabinett ereignet haben", zitierte der Sender Al-Arabija eine Erklärung.
Nach Darstellung von Aktivisten sind während der Zusammenstöße in den vergangenen Tagen viele Frauen von Soldaten geschlagen worden. Bei den Unruhen und Straßenschlachten sind seit Freitag nach offizieller Darstellung zwölf Menschen ums Leben gekommen. Aktivisten sprechen jedoch von 13 bis 16 Toten. Die Proteste richten sich gegen die Militärführung, die nach dem Sturz von Husni Mubarak im Februar die Macht übernommen hat. Die Demonstranten fordern den raschen Wechsel zu einer Zivilregierung.
Die Zahl der Toten steigt, hunderte Verletzte: Sicherheitskräfte schießen auf Demonstranten. zum Video
Ungeachtet der Probleme ist die zweite Runde der Parlamentswahlen fortgesetzt worden. Im Gegensatz zu früheren Wahltagen waren aber vor den Stimmlokalen keine langen Schlangen zu sehen. Dieses Mal wurde vor allem in ländlichen Gebieten gewählt. Den Abschluss bildet die dritte Wahlrunde im Januar. Das neue Parlament nimmt seine Arbeit vermutlich erst im März auf, wenn auch das weitgehend einflusslose Oberhaus gewählt worden ist. Stärkste Kraft wird vermutlich die Muslimbruderschaft.
Quelle: AFP , dpa
Paulchen schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 11:14:07
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Ägypten
Wer die letzten Meldungen aus Ägypten verfolgt hat, wird mir Recht geben: mit Wahlsieg der Moslembrüder und in ihrem Gefolge, den
Salafisten geraten ganz demokratisch extrem-moslemische Kräfte an die Macht, die ihre Ziele schon ganz unverhüllt aufgezeigt haben: Einführen der Sharia als "Grundgesetz" und im speziellen "Reinigen unserer Strände von den Nackten, Ordnung Schaffen, keinerlei Alkohol auch nicht für die Touristen" etc. Damit ist das Ende des Tourismus in Ägypten besiege
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RZ schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 11:13:23
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Kölscher Jung
schade, das so"starke Männer" wie du überhaupt ihren Schwachsinn öffentlich kundtun können. Wie armselig muß so jemand sein.
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Mensch an Fletcher schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 11:09:11
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Mubarak
Genau das ist die Kunst, alles unter dem Teppich zu halten. Auch hier zu Lande!
-Dönermorde- (um nur e i n e s der Dinge zu nennen)
Soll nicht heißen dass ich die Zustände in Ägypten nicht bedaure.Warum sollten dort die wirklich intelligenten Köpfe eine Chance haben, wenn das in einer "Demokratie" wie Deutschland nicht funktioniert.
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