07.07.2011, 07:14 Uhr
Der EHEC-Erreger soll auf Bockshornkleesamen aus Ägypten nach Europa gekommen sein (Foto: dapd) (Quelle: dapd)
Ägypten hat Vorwürfe zurückgewiesen, Sprossen eines ägyptischen Lieferanten hätten die EHEC-Epidemie in Europa ausgelöst. Für diese Annahme gebe es keine Beweise, sagte Landwirtschafts- minister Aiman Abu Hadid in Kairo. Tests der Bockshornkleesamen des Lieferanten seien negativ ausgefallen.
Die Europäische Union hatte zuvor ein Einfuhrverbot für alle Sprossen aus Ägypten verhängt. Alle Lieferungen des ägyptischen Exporteurs, die zwischen 2009 und 2011 eingingen, müssen zerstört werden. Allein in Deutschland erkrankten seit Mai mehr als 4.000 Menschen an EHEC. 49 Menschen starben an der Krankheit.
Tagelang hatte die Regierung in Kairo auf den Verdacht im EHEC-Krimi kaum reagiert. Doch nachdem die EU ein Importverbot für Sprossensamen aus Ägypten verhängt hat, kommen auch die Behörden in Kairo in Gang.
Eine Delegation des Landwirtschaftsministeriums wurde am Mittwoch bei der EU-Vertretung in Kairo vorstellig, um sich zu beschweren. Die ägyptischen Behörden fürchten um den Ruf ihrer Agrarprodukte auf dem Weltmarkt.
Die Gründe für das Verbot seien wissenschaftlich nicht ausreichend belegt, erklärt Ali Suleiman, ein hochrangiger Beamter des Ministeriums. Er sagte, die verdächtigen Bockshornkleesamen seien bereits vor zwei Jahren exportiert worden, und so lange könne das Bakterium in einem trockenen Produkt gar nicht überleben. Außerdem seien die Samen zuerst nach Holland geliefert worden, dann nach Deutschland, nach England und zuletzt nach Frankreich. "Das bedeutet, dass sie fünfmal getestet wurden", so Suleiman.
Ein Beamter des Landwirtschaftsministeriums hatte die Entscheidung der Europäer am Dienstagabend in einer arabischen Talkshow kritisiert. Er behauptete, sie stützten sich auf veraltete Studien. Dabei hatten lokale Medien und das ägyptische Umweltministerium in den vergangenen Jahren selbst mehrfach darauf hingewiesen, dass Abwasser in Ägypten gelegentlich in die Bewässerungskanäle für Felder gelange.
Viele Ägypter sind nun jedoch der Meinung, ihr Land werde zu Unrecht an den Pranger gestellt. Einige sprechen sogar von einem politischen Komplott mit dem Ziel, ihrem Land, das nach der Revolution ohnehin wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bewältigen hat, zu schaden.
Die EU hatte am Dienstag beschlossen, bis Ende Oktober keine Sprossensamen, Sojabohnen und Öl-Samen aus Ägypten zu importieren. Zuvor hatte die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit nach internationalen Analysen eine Lieferung verseuchter ägyptischer Bockshornkleesamen für die EHEC-Epidemie in Europa verantwortlich gemacht.
Quelle: dpa
besserwisser schrieb:
am 7. Juli 2011 um 17:40:48
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besserwisserei
na, ihr tollen kommentatoren, ihr wisst nicht nur alles sondern auch noch besser, oder?!
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Medikus schrieb:
am 7. Juli 2011 um 14:55:08
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EHEC, Keim vom 0 104 Stamm
kann niemals!!! gleichzeitig gegen 8 Antibiotika resistent sein! Der Keim mutiert auch nicht selbständig - es sei
denn, ihm werden gezielt Trittbrettfahrer aufgesetzt! Wie man so 90 % der Weltbevölkerung ausrotten will, erschliesst sich wohl keinem. Es sei denn, das ist ein weiterer Schritt zum Gewöhnungseffekt. Aids ist auch längst gesellschaftlich akzeptiert.
Welchem Land werden eigentlich keine Monsanto-Zerstörungs-Produkte aufgezwungen? Ilse A., Du weißt es am besten, also gib Antwort.
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Tester schrieb:
am 7. Juli 2011 um 14:40:02
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Querschnitt
Es genügt, dass eine einzige Charge der BHK-Samen kontaminiert war und selbst die müsste bei einem stichprobenartigen Test
nicht unbedingt aufgefallen sein, weil keine homogene Durchmischung des Saatguts vorliegen muss. Natürlich testen jetzt alle anderen ägyptischen Chargen negativ! Schließlich hat man etwas zu verlieren. Vor zwei Jahren waren in Frankreich schon mal BHK-Samen aus Ägypten die Übeltäter. Der Ursprung der EHECs jedoch liegt überm großen Teich. Von dort aus erobern sie d
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