20.11.2011, 09:32 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Kairo (dpa) - In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es zu heftigen Ausschreitungen am Tahrir-Platz gekommen. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas gegen Demonstranten ein.
Nach Angaben des Staatsfernsehens wurden mindestens 507 Menschen verletzt, darunter rund 20 Sicherheitskräfte. Noch am Freitag hatten Zehntausende Menschen friedlich gegen den Militärrast demonstriert.
Einige Dutzend Demonstranten hatten nach der von Islamisten dominierten Großkundgebung am Freitag Zelte auf dem zentralen Platz aufgebaut. Mit der auf unbefristete Zeit angelegten Aktion protestierten sie gegen die vorgeschlagenen Verfassungsleitlinien der Übergangsregierung. Diese sollen unter anderem die Macht des Militärs absichern.
Am Samstag räumte die Polizei aber den Sitzstreik, woraufhin immer mehr Aktivisten versuchten, den Platz zurückzuerobern. Nach Angaben von Augenzeugen bewarfen sie Polizisten mit Steinen. Nach Berichten des Staatsfernsehens wurde auch ein Polizeiwagen angezündet. Nach Angaben des Innenministeriums gab es 20 Festnahmen. Noch am Abend strömten immer mehr Menschen ins Stadtzentrum und errichteten um den Tahrir-Platz herum provisorische Straßensperren. Es gab kam dabei immer wieder zu Scharmützeln mit der Polizei.
Am Freitag waren Zehntausende Menschen Aufrufen der Muslimbruderschaft und der radikalen Salafistenbewegung gefolgt, und in Kairo und Alexandria auf die Straße gegangen. Auch Angehörige linker und liberaler Gruppen schlossen sich dem Protest zehn Tage vor den Parlamentswahlen an. Sie forderten den Militärrat auf, bis spätestens im kommenden Mai die Macht an Zivilisten zu übergeben.
In Ägypten wird vom 28. November an in drei Phasen ein neues Parlament gewählt. Anschließend soll das Land eine neue Verfassung bekommen. Die Islamisten, die sich bei dem Urnengang gute Chancen ausrechnen, wollen bei diesem Prozess keine Beschränkungen akzeptieren. Der Militärrat hat nach dem Sturz von Husni Mubarak im Februar die Macht übernommen.
Quelle: dpa
Michaela schrieb:
am 20. November 2011 um 07:49:39
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Kairo
wer dort einmal an der Macht war...klebt wie Sekundenkleber auf dem Stuhl. Es kann nicht sei,n dass bei jeder Entscheidung das Militär
das letzte Wort hat. Ich drücke jeder friedlichen Demo die Daumen !! Es hat sich nach Mubarak nichts geändert. Ausnahmezustand etc ist auch noch da. Preise sind gestiegen.... Die Ruhe dort wird so nicht halten. Ich war grade dort und die Stimmung ist geladen. Alle wollen endlich das einhalten der Versprechen. Freie Wahlen.
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der wichser schrieb:
am 19. November 2011 um 20:20:14
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es wird kommen wie es kommen muss,
das militär und die wahnsinnigen islamisten müssen weg. die ägyptische jugend hat keinen bock auf diese
irren. überall auf der welt erheben sich immer mehr und mehr die menschen gegen ihre unterdrücker. so auch im westen! im grunde genommen sind dies alles nur sklavenhalter. die islamisten rennen einer irrlehre hinterher, die kirchen des westens haben zwar den funken der wahrheit, haben sie aber verfälscht. völker dieser erde steht auf gegen eure unterdrücker!!!!
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