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FDP will Adoptionen erleichtern
10.02.2010, 02:11 Uhr
In Deutschland gab es 2008 insgesamt 4201 Adoptionen - zu wenig, findet die FDP (Foto: imago)Wegen der niedrigen Geburtenrate in Deutschland will die FDP Adoptionen erleichtern. "Viele Eltern hätten gerne Kinder, können aber keine bekommen", sagte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, der "Bild"-Zeitung. Notwendig seien deshalb Erleichterungen bei Adoptionen, beispielsweise höhere Altersgrenzen.
Derzeit gilt bei Adoptionen die Regel, dass der Altersunterschied zwischen Eltern und Kindern nicht größer als 40 Jahre sein soll. Die FDP hatte bereits im Wahlkampf gefordert, diesen Altersunterschied im Regelfall auf 50 Jahre heraufzusetzen.
Bürokratische Hürden abbauen
Darüber hinaus sollen bürokratische Hürden so weit wie möglich abgebaut werden. Auch sollen adoptierte Stiefkinder weiterhin - rechtlich gesehen - mit beiden leiblichen Elternteilen verwandt sein, wenn dies von den Erwachsenen gewünscht und notariell beurkundet wird.
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Fast die Hälfte Stiefeltern-Adoptionen
Laut Statistischem Bundesamt wurden 2008 - neuere Zahlen gibt es noch nicht - 4201 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren sieben Prozent weniger als 2007. Beinahe die Hälfte der Adoptionen (2056) waren Stiefeltern-Adoptionen. Dabei werden Minderjährige durch den neuen Partner eines leiblichen Elternteils adoptiert. In den Vermittlungsstellen lagen 2008 insgesamt 7841 Bewerbungen vor. Allerdings waren nur 774 Kinder zur Adoption vorgemerkt - rein rechnerisch gab es also ein Verhältnis von zehn zu eins.
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Mehr Erfolge bei künstlicher Befruchtung
Neben der Erleichterung von Adoptionen forderte Gruß zusätzliche Anstrengungen, um mehr Erfolge bei künstlichen Befruchtungen erzielen zu können. Die Chancen der Frauen auf eine Geburt müssten "ideologiefrei" erhöht werden. "Das kann, wie in anderen Ländern üblich, durch späteres Einsetzen der befruchteten Eizelle geschehen", sagte die FDP-Politikerin.
Quelle: dapd