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Absprachen vor EU-Gipfel - Ringen um Schulden in Athen

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Absprachen vor EU-Gipfel - Ringen um Schulden in Athen

23.01.2012, 08:58 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Merkel

Merkel (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Vor dem EU-Sondergipfel stimmt die Bundesregierung das weitere Vorgehen in der Euro-Schuldenkrise ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft am Abend in Berlin EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sowie EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy.

Während in Athen heute weiter um einen Schuldenschnitt gerungen wird, kommen in Brüssel die Finanzminister der Euro-Gruppe zusammen. Beim Treffen der Finanzminister (14.30) wird es laut Diplomaten auch um Griechenland gehen. Dort ziehen sich die Verhandlungen um eine Beteiligung von Banken an einem Schuldenschnitt in die Länge. Am Abend wollen die Euro-Kassenhüter mit Amtskollegen aus weiteren EU-Ländern über den neuen Fiskalpakt verhandeln. Der vor allem von Deutschland gewünschte Vertrag enthält rechtlich verbindliche Regeln zum Defizitabbau und zur Verankerung von nationalen Schuldenbremsen.

Bei Merkels informellen Gesprächen im Kanzleramt (20.30) soll es nicht nur um den angestrebten Fiskalpakt für schärfere Haushaltsregeln gehen, der bis zum EU-Gipfel am 30. Januar stehen soll. Erörtert werden auch die Vorschläge sowie der Sechs-Punkte-Plan Frankreichs und Deutschlands für mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa. Ein Thema dürfte auch hier die angespannte Lage in Griechenland sein. Bereits am Vormittag kommt der neue belgische Premierminister Elio Di Rupo zu Gesprächen ins Kanzleramt.

In Paris tagt heute (Pressekonferenz 11.15) der deutsch-französische Wirtschafts- und Finanzrat, unter anderem mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seinem französischen Kollegen François Baroin. Dabei geht es um Vorschläge zur Unternehmensbesteuerung sowie voraussichtlich um die umstrittene Finanztransaktionssteuer.

Am Sonntagabend war Merkel in Berlin mit IWF-Chefin Christine Lagarde zusammengetroffen. Bei dem informellen Gespräch im Kanzleramt am Abend sollte es auch um das zweite Hilfspaket für Griechenland gehen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte sich zuletzt skeptisch über weitere Milliardenhilfen für Athen gezeigt.

Griechenland muss nicht nur um die nächste Hilfszahlung aus dem ersten Rettungspaket bangen. Auch das zweite Hilfspaket von 130 Milliarden Euro bleibt ungewiss. Denn die Verhandlungen der griechischen Regierung mit privaten Banken, Versicherern und anderen Investoren über einen freiwilligen Anleihentausch ziehen sich hin.


Quelle: dpa

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Kommentare (3)

zum Forum

Thema: "Absprachen vor EU-Gipfel - Ringen um Schulden in Athen"

Uwe 1,5 schrieb: am 23. Januar 2012 um 16:57:43
(8) (0) Schuldenschnitt
na passt doch!! Die Farce Schuldenschnitt kommt eh nicht zustande aber anstatt jetzt mal vorreiter zu spielen und Hedge Fonds
usw. zu verbieten,berät Merkel lieber wie Deutschland sich noch mehr in Senf setzt und Schäuble,wie er Unternehmen mehr besteuern kann!! Die Roßtäuscherei Finanztransaktionssteuer sollten wir überlesen!! Lieber nen 1 euro Schnitzelverkäufer mehr besteuern als den 1 Milliarde Finanzzocker!! Ich kann gar nicht soviel essen,wie ich kotzen möchte!!
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Jedermann schrieb: am 23. Januar 2012 um 11:51:08
(9) (2) Die Griechen wollen gar nicht
Sparen wollen die Griechen nicht. Sie lassen sich lieber ihr süßes Leben weiterhin von ein paar sparsamen
Westeuropäern finanzieren. Und wenn man den Griechen sämtliche Schulden abnehmen würde (das wäre aber ein Teufelswerk) hätten sie in 5 Jahren ähnlich hohe Schulden. Leute seid nicht blöd. Die verarschen uns alle mit ihrer Troika etc. Das ist doch nur Augenwischerei. Natürlich wollen Baroso und Co. die Bettelgriechen i der EU behalten.
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Antonio di Grappa schrieb: am 23. Januar 2012 um 10:47:44
(11) (0) Griechenland
Nachdem die Rettung des Euros alternativlos ist, wird Griechenland auch weiterhin Gelder erhalten. Alternativlos eben.
Deutschland geht ja mit gutem Beispiel voran, 4 Länder bezahlen den gesamten Länderfinanzausgleich und die Nehmerländer leisten sich Dinge, die es in den Geberländern so nicht gibt. Auch alternativlos, da bis 2019 vertraglich festgeschrieben. Dürfen in Deitschland die Geberländer die Nehmerländer kontrollieren oder gar sanktionieren? Nein. Alternativlos, wie gesagt.
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