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Elf Autos krachen auf der A3 ineinander
20.02.2009, 15:01 Uhr
Rettungshelfer schleppen einen Lastwagen von Autobahn, der in den Massenunfall verwickelt war (Foto: dpa)
Schnee und spiegelglatte Straßen haben am Freitagmorgen in Teilen Deutschlands zu schweren Unfällen geführt. Auf der zugeschneiten Autobahn 3 bei Würzburg kollidierten sechs Lastwagen, vier Autos und ein niederländischer Reisebus miteinander.
Ein Lastwagen-Fahrer wurde dabei in seinem Führerhaus eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt, teilte die Polizei in Würzburg mit. Die Fahrgäste des Busses, die mit dem Schrecken davon kamen, wurden nach Würzburg gebracht und dort betreut.
VideoMassenkarambolage auf der A3
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Zehn Kilometer Stau nach Unfall
Auf der abschüssigen Strecke hatten sich vor der Anschlussstelle Helmstadt gegen ein Uhr nachts zwei Unfälle hintereinander ereignet. Es war sehr glatt gewesen und hatte zuvor viel geschneit. Erhöhte Geschwindigkeit könnte dazu ein Grund für den Unfall gewesen sein, sagte ein Polizeisprecher. Die A3 Richtung Nürnberg wurde komplett gesperrt. Es bildete sich ein zehn Kilometer langer Stau. Helfer des Roten Kreuzes kümmerten sich mit Tee und Decken um die im Stau feststeckenden Fahrer.
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Auf der A7 krachte es mehrmals
Ebenfalls auf glatter Straße krachten in Niedersachsen zwei Sattelzüge auf der A7 zwischen der Anschlussstelle Bockenem und dem Dreieck Salzgitter miteinander zusammen. Zwei Fahrer, die anschließend mit ihrem Auto in das Ende des Unfall-Staus fuhren, erlitten leichte Verletzungen.
In Langenhagen in Niedersachsen krachte ein zu schnelles Taxi in eine Ampel (Foto: ddp)Taxifahrer fährt gegen rote Ampel
Ein schnell fahrender Taxifahrer kam in Langenhagen bei Hannover mit seinem Taxi auf glatter Straße ins Schleudern und prallte frontal gegen einen Ampelmast. Der 43-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Die Kollision wird aber ein Nachspiel haben: Der Taxifahrer fuhr 90 statt erlaubter 70 Stundenkilometer, zudem raste er bei roter Ampel in die Kreuzung hinein. Außerdem hatte er zuvor Alkohol getrunken. Fahrgäste saßen zum Unfallzeitpunkt nicht im Taxi.
Weiter hohe Lawinengefahr
In den Alpen herrschte auch am Freitag erhebliche Lawinengefahr. Ein am Mittwoch in den Allgäuer Alpen von einer Lawine verschütteter Skifahrer ist höchstwahrscheinlich tot. "Wenn es noch Hoffnung gäbe, würde man weiter suchen", sagte ein Polizeisprecher. Ebenfalls im Allgäu nahe Pfronten war am Donnerstag die Leiche eines 20-Jährigen unter einer Lawine entdeckt worden. Er war laut Polizei bereits am Mittwoch zu einer Skitour aufgebrochen. Insgesamt gab es in Bayern binnen zwei Tagen vier schwere Lawinenunglücke mit bisher drei Toten.
Lawinenunglück Schüler stirbt in den Alpen
Streusalz wird in Oberbayern knapp
Derweil leiden mehrere oberbayerische Orte unter Streusalzknappheit. Bereits am Dienstag musste die Gemeinde Miesbach das Streuen vollständig einstellen. Am Freitag folgte Unterhaching, wie die Gemeinde mitteilte. In Starnberg wurde das Salz rationiert. Bei anhaltend widrigem Wetter könnten je nach örtlichem Lagerbestand bald weitere Gemeinden in Engpässe geraten. Priorität hätten derzeit die Bestellungen der Autobahndirektionen, kleinere Abnehmer könnten leer ausgehen, sagte der Vertriebsprokurist der Südsalz GmbH, Harald Müller.
Schnee bleibt am Wochenende
Auch am Wochenende kommt wieder viel Schnee vom Himmel und wird in Deutschland flächendeckend für Verkehrsbehinderungen sorgen. Das teilte der Wetterdienst meteomedia mit. Dazu kommt im Bergland und an der Ostsee frischer Wind. Am Samstag fällt aus dichten Wolken nicht nur Schnee - vor allem im Süden - sondern auch viel Regen.Es wird bis zu minus zwei Grad kalt. Der Sonntag wird genauso trüb und kaum milder.
Auch in Thüringen glatt
Unterdessen schneite es in vielen Bundesländern weiter. Deshalb kam es auf dem Berliner Flughafen Tegel erneut zu Verspätungen. Auf der vereisten Autobahn A9 in Thüringen prallten nahe Bad Klosterlausnitz bei mehreren Unfällen acht Lastwagen und zwei Autos zusammen. Auf der A9 Richtung Halle kippte bei Eisenberg der Anhänger eines Lastwagens um und blockierte einen Fahrstreifen. Auch auf der A9 bei Erfurt stürzte ein Anhänger um. Verletzt wurde niemand.
Balkan zugeschneit
Auch Osteuropa ist von den heftigen Schneefällen schwer getroffen In Bulgarien sind nach heftigen Schneefällen 156 Orte von der Stromversorgung abgeschnitten, einige haben auch kein Leitungswasser. Lawinenabgänge versperrten zudem den wichtigen Petrohan-Pass im Balkan-Gebirge, wie das Ministerium für Katastrophenschutz mitteilte. Nicht geräumter Schnee sorgte in der Hauptstadt Sofia für ein Verkehrschaos. Das Wetter verwandelte auch mehrere Abschnitte der Autobahn zwischen Belgrad und Mazedonien in Schneelandschaften.
Quelle: dpa