24.08.2010, 21:02 Uhr
Stich ins Herz Amerikas: Noch immer diskutieren Experten, ob und wie die Terroranschläge vom 11. September hätten verhindert werden können (Foto: ddp)
Für Verschwörungstheoretiker sind die Terroranschläge vom 11. September 2001 eine schier unerschöpfliche Fundgrube: Mal steckt der US-Geheimdienst CIA dahinter, mal ist es der Staat Israel samt einflussreicher jüdischer Organisationen in den USA. Die ZDF-Dokumentation "Der 11. September - Die wahre Geschichte", deren erster Teil am Dienstagabend gesendet wurde, zeichnet ein realistischeres Bild - gleichzeitig aber auch ein ernüchterndes. Denn die Anschläge, bei denen etwa 3000 Menschen getötet wurden, hätten vielleicht verhindert werden können.
Im Mittelpunkt des ersten Teils stand der ehemalige Anti-Terror-Chef der Bundespolizei FBI, John O'Neill, der ohne Übertreibung als tragische Figur gelten kann. Bereits in den 90er Jahren hatte er die Gefahr erkannt, die von Osama bin Laden und dessen Terrororganisation Al-Kaida ausgeht. Doch sein egozentrischer Stil, private Eskapaden und nicht zuletzt die Konkurrenz zur CIA ließen ihn scheitern. Am Ende brachte ihn zu Fall, dass er sich seinen Aktenkoffer mit wichtigen Unterlagen im Kampf gegen den Terror klauen ließ.
So jedenfalls schildern es die Filmemacher Marc Brasse und Florian Huber - und belegen dies beeindruckend. "Das einzig Gute an diesem Anschlag war für mich der Tod von John O'Neill", sagt zu Beginn des Films der CIA-Anti-Terror-Spezialist Michael Scheuer. Beide Männer hatten zwar die gleiche Grundüberzeugung und früher als viele andere in Washington DC Osama bin Laden als Hauptfeind ausgemacht, doch arbeiteten sie nie miteinander - zu groß waren Hass und Konkurrenz. "Sie haben nicht nur nicht kooperiert, sie verbargen Informationen voreinander. Wenn dagegen CIA und FBI zusammengearbeitet hätten, dann wäre 9/11 wohl nicht passiert", analysiert der US-Autor und Terrorismusexperte Lawrence Wright im Interview.
Den zweiten Schwerpunkt legte die Doku, die Spiegel TV zusammen mit dem ZDF, dem Schweizer Fernsehen und Arte realisiert hat, auf die Attentäter. "Es begann in Hamburg" lautete der Titel des ersten Teils nicht ohne Grund. Der Werdegang von zwei der 19 Terroristen, Mohammed Atta und Ziad Jarrah, wurde nachgezeichnet: Von ihren Anfängen als Studenten der Technischen Uni Hamburg-Harburg über ihre Radikalisierung in der Al-Quds-Moschee mitten in der Hansestadt bis zum Terrortraining in Afghanistan und den Flugstunden in den USA.
Originalvideos dokumentieren die Veränderung der Männer, verwackelte Aufnahmen anderer Terrorhelfer aus dem Nordturm des World Trade Centers geben einen Einblick in die akribische Vorbereitung von Al-Kaida. Kundschafter schwenkten ihre Kamera unter anderem aus dem obersten Stockwerk über die New Yorker Skyline - ein Ausblick, der so nie mehr möglich sein wird. "Eines Tages wirst du sie fallen sehen", lautet der ebenso lapidare wie erschütternde Kommentar eines Terrorhelfers auf dem Videoband.
Und in just diesem Turm sollte am 11. September 2001 John O'Neill seinen Tod finden. Erst kurz zuvor hatte der oberste Bin-Laden-Jäger - tief frustriert und von Streitereien sowie Druck von oben zermürbt - das FBI verlassen und als Sicherheitschef beim WTC angeheuert. Er war erst wenige Tage im Job, als die beiden Türme von Passagiermaschinen getroffen in sich zusammenfielen und ihn unter sich begruben. "Instinktiv stellte er sich selbst ins Fadenkreuz, am Ground Zero", resümiert Experte Wright. Und so konnte Terrorführer Bin Laden seinen gefährlichsten Widersacher besiegen. Der zweite Teil der Doku läuft Dienstag, den 31. August um 20.15 Uhr.
Quelle: dpa
Thomas schrieb:
am 24. August 2010 um 19:43:39
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@Mondlandung
aus deinen beitrag schließe ich, dass du die Wahrheit ein bisschen verdrehst
1. wie können wir dann heute den
Gammastrahlengürtel durchqueren ?
2.es waren schon russen auf den mond
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Hugo schrieb:
am 24. August 2010 um 19:43:05
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USA
Lasst Euch nicht vom Amerikaner blenden.
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ValleyOfTears schrieb:
am 24. August 2010 um 19:42:17
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@Moischele
Genau - die haben einen Tag vorher alle ein Memo vom Mossad bekommen, daß sie am 11. besser zu Hause bleiben,, weil da an ihrem
Arbeitsplatz ein großes Ding durchgezogen wird! Natürlich mit Signum des leitenden Direktors.
Du glaubst auch, daß "Bounty" auf Bäumen wächst, oder?!
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