12.09.2011, 10:00 Uhr
9/11 Gedenktag endet mit Lichtshow Lichtsäulen, wo einst die Twin Towers standen: Die "Tribute in Light" schloß die Trauerfeier am zehnten Jahrestag der Anschläge in New York feierlich ab.
Die USA haben der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Höhepunkt war eine Zeremonie am Ground Zero in New York, wo die Namen aller 2977 Toten verlesen wurden. Sechs Schweigeminuten markierten die schlimmsten Augenblicke der Terrorangriffe vor zehn Jahren. Am Ende eines langen Tages voller düsterer Erinnerungen sprach Präsident Barack Obama seinem Volk neuen Mut zu: Die Attentäter seien mit dem Versuch gescheitert, das Land zu einem schlechteren Ort zu machen.
Es gebe in den USA weiter freie Märkte, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Religionsfreiheit. "Wir sind nicht dem Argwohn und Misstrauen erlegen", sagte er. "Am 12. September (2001) wachten wir in einer Welt auf, in der das Böse näher war und Unsicherheit unsere Zukunft trübte", sagte Obama. Aber heute seien die Amerikaner durch diese Erfahrung stärker als zuvor.
Der Glaube an Amerika sei trotz der Attentate, der anschließenden Kriege in Afghanistan und im Irak, der Wirtschaftskrise und politischer Spaltung in Washington immer noch von "zeitlosen" Wertvorstellung geprägt und sogar stärker worden. "Wir leben immer noch in Wolkenkratzern, unsere Stadien sind weiterhin mit Fans gefüllt, und unsere Parks sind voll mit spielenden Kinder", so Obama. "Diese vergangenen zehn Jahre haben bewiesen, dass Amerika sich nicht der Angst ergibt", so der US-Präsident. Die Anschläge hätten den "Charakter" der USA als Nation nicht verändert.
Im Zentrum der Feiern an dem Tag standen die Hinterbliebenen. Sie verlasen in New York die Namen der Toten. Die Zeremonie dauerte weit mehr als vier Stunden. Häufig sprachen die Trauernden mit gebrochener Stimme, wischten sich Tränen aus dem Gesicht.
Politisch wurde es bei einer Feier im Verteidigungsministerium, wo damals 184 Menschen starben. "Wir werden nicht aufhören, bis Al-Kaida völlig zerstört ist", sagte Vize-Präsident Joe Biden dort in einer Rede. Am Nachmittag legte Obama hier einen Kranz nieder, nachdem er zuvor die Feier für 40 Opfer in Shanksville besucht hatte.
Zugleich überschattete eine aktuelle, undefinierte Terrorbedrohung den Tag der Trauer. In New York und Washington gab es allerorts massive Sicherheitsvorkehrungen. Aus Angst vor einem Anschlag eskortierten zwei Militärjets auch ein Passagierflugzeug aus Los Angeles zum Airport in New York. Drei Fluggäste hatten sich verdächtig in der Bord-Toilette verhalten. Die Angst war offenbar unbegründet: Ein Militärsprecher sagte, es habe "keinen Hinweis auf einen Terroranschlag" gegeben.
Was sich an Bord der entführten Flugzeuge abspielte. zur Grafik
Obamas Auftritt in New York war frei von politischer Rhetorik. Er las einen Psalm über das Gottvertrauen. George W. Bush, der bei den Anschlägen vor zehn Jahren als US-Präsident regierte, zitierte aus einem tröstenden Brief seines fernen Amtsvorgängers Abraham Lincoln an eine Mutter, die im Bürgerkrieg fünf Söhne verloren hatte.
Im Schatten des neu entstehenden gewaltigen Büroturms "1 WTC" wurde vorerst für Angehörige ein Gedenkpark eröffnet. Kern sind zwei quadratische Becken an den Stellen, an denen die Zwillingstürme standen. An ihren 60 Meter langen Kanten stürzt Wasser fast zehn Meter in die Tiefe. An den Rändern sind die Namen der 2977 Opfer eingraviert sowie die Namen von sechs weiteren Menschen, die bei einem ersten islamistischen Anschlag auf den Komplex 1993 starben.
Obama bekräftige in seiner Rede am Abend, die nach dem 11. September begonnenen US-Kriege im Irak und in Afghanistan beenden zu wollen. "Diese vergangenen zehn Jahre haben Amerikas Entschlossenheit gezeigt, seine Bürger zu verteidigen." Zwei Millionen Amerikaner seien seit den Terroranschlägen dafür in den Krieg in fremde Länder gezogen. Sie hätten bewiesen, dass niemand den USA einen Schaden zufügen könne, ohne dafür bestraft zu werden.
"Aber ein Krieg an sich ist nicht glorreich", sagte Obama weiter. Die Stärke der USA werde auch daran gemessen, ob sie ihr Versprechen einhalten können, diese Länder freien Völkern und souveränen Staaten zu überlassen. "Und in unserem Verlangen, uns von einer Dekade des Krieges in eine Zukunft des Friedens zu bewegen." Eine Maßgabe seines Vorgängers Bush gelte ohnehin weiter: "Die USA werden niemals einen Krieg gegen den Islam oder irgendeine Religion führen."
Quelle: dpa , dapd , AFP
TheirBrains schrieb:
am 12. September 2011 um 17:27:33
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Lüge oder Wahrheit
Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten. (O. Hassencamp)
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Chrissie schrieb:
am 12. September 2011 um 12:23:16
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@Volksanzeiger
Es geht hier längst nicht mehr um die Religion an sich: Die Religion wird nur dazu benutzt, damit die Al-Kaida (den
Westlichen Staaten ist die Religion vollkommen egal ob muslimisch oder christlich). Die Al-Kaida hat die Amerikaner und deren Verbündeten in eine Falle gelockt. Sie wussten sehr genau, dass die Anschläge groß genug waren um solche Reaktionen der Amis zu provozieren. Dann haben sie sie militärisch gewinnen lassen und dann hat die Falle zugeschnappt! Diese Taktik war geplant !!!
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Der Volksanzeiger schrieb:
am 12. September 2011 um 12:03:59
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@ Richard
Woher wissen Sie was Terroristen glauben? Sind Sie in der Lage das systematisch Vorgespielte arabische Gesabbel sinngemäß zu
übersetzen? Terroristen werden stets gemacht und stets auf gewisse Ziele gelenkt. Die Lenker sitzen aber in den westlichen Welten. Das größte Steuerrad kommt aus den USA. Wer gibt denn wem das Recht zu bestimmen, welche Religion mehr rechte als eine Andere haben darf?
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