29.09.2011, 11:35 Uhr
Die Leiche von Manuel Valle wird nach der Hinrichtung abtransportiert (Quelle: Reuters)
In den USA ist ein 61 Jahre alter Kubaner wegen Mordes an einem Polizisten hingerichtet worden. Nach Angaben einer Justizsprecherin starb Manuel Valle durch eine Giftspritze.
Valle war der erste Todeskandidat in Florida, der mit einer neuen Mischung aus verschiedenen Drogen getötet wurde. Zuvor war es bei dem bisher verwendeten Mittel Thiopental zu Lieferproblemen gekommen.
Die Hinrichtung war eigentlich für den Nachmittag angesetzt, verzögerte sich jedoch. Valle hatte familiäre Beziehungen nach Spanien. Das Land bat die USA in letzter Minute, die Hinrichtung aus humanitären Gründen zu stoppen. Valle stehe möglicherweise die spanische Staatsbürgerschaft zu, hieß es. Der Oberste Gerichtshof wies die Einwände jedoch ab. Mit Kuba unterhalten die USA keine vollen diplomatischen Beziehungen.
Die Hinrichtung begann um 18.56 Uhr in Anwesenheit der Angehörigen des getöteten Polizeibeamten Louis Pena. Diese gaben nach der Hinrichtung Valles an, sie seien "zutiefst erleichtert". Nach 33 Jahren sei "Louis und seiner Familie endlich Gerechtigkeit widerfahren". Dessen heute 53-jähriger Sohn sagte, die Seele seines Vaters könne nun endlich Ruhe finden. Valle habe noch einmal ein ganzes Leben gelebt, nachdem er das eines anderen genommen habe.
Für einen Mord nach 33 Jahren hingerichtet: Manuel Valle (Undatiertes Foto: AP)Der 61-Jährige hatte im Jahr 1978 bei einer Verkehrskontrolle einen Polizisten erschossen. Er schoss 1978 auch auf einen weiteren Beamten, der aber überlebte, weil er eine kugelsichere Weste trug. Es gebe "absolut keinen Zweifel an seiner Schuld", erklärte eine Justizsprecherin. Ein weiterer Polizist hatte als Augenzeuge gegen Valle ausgesagt.
Valle ist der 37. Gefangene, der seit Jahresbeginn in den USA hingerichtet wurde. Erst vergangene Woche war ungeachtet weltweiten Protests der ebenfalls wegen Mordes an einem Polizisten verurteilte Afroamerikaner Troy Davis hingerichtet worden. Nach Angaben von Augenzeugen beteuerte Davis noch kurz vor seinem Tod seine Unschuld.
Quelle: AFP , dapd
direi schrieb:
am 29. September 2011 um 18:01:18
(13)
(6)
Die Todesstrafe
Die Wertescala unserer europäischen Staaten schließt eigentlich aus, mit den USA in einem Atemzug genannt zu werden. Kann
es sein das wir auf einem Auge blind sind?
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Nicky68 schrieb:
am 29. September 2011 um 14:58:23
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(20)
Mörder
Der heute 61-jährige Mörder hat einen 53-jährigen Sohn. Er hat seinen Sohn
demnach mit 13 Jahren gezeugt und praktisch seit der
Zeit auf seine hinrich-
tung gewartet. Eine solche Justiz kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin stolz,
Heide zu sein.
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andreas schrieb:
am 29. September 2011 um 14:31:33
(27)
(2)
Todesstrafe
Ob ein Land die Todesstrafe anwendet oder nicht, liegt an deren Gesetzen. Einen 100% überführten Täter 33 Jahre auf seine
Hinrichtung warten zu lassen, ist absurd. Bei erwiesener Schuld sollte das Urteil zeitnah vollstreckt werden. Bei Zweifeln kann es nur einen Freispruch / Haftstrafe geben. A & 0 sind in jedem Fall saubere Ermittlungen - und da habe ich Zweifel, ob die in den USA immer so sauber geführt werden, wie es sein sollte.
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