08.07.2010, 11:34 Uhr
Auf der Scheintür in der Grabstätte ist ein Beamter abgebildet. Die Farben erscheinen fast wie frisch gestrichen (Foto: dpa)
Archäologen haben in Ägypten zwei Gräber aus der Pharaonenzeit geöffnet, die mehr als 4000 Jahre unversehrt geblieben waren. Die beiden Grabstätten, die in der Nekropole von Sakkara bei Kairo nebeneinander liegen, waren während der sechsten Dynastie (ca. 2318-2168 v. Chr.) für einen hochrangigen Würdenträger und dessen Sohn angelegt worden.
Bei den ins Gestein gemeißelten Gräbern handele es sich um "die bedeutendsten jemals gefundenen Grabstätten aus der Zeit des alten Reichs", sagte der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Sahi Hawass, bei der Präsentation in der Totenstadt Sakkara. Zu den Grabbeigaben, die man den beiden Beamten neben den Sarg legte, gehören ein 30 Zentimeter hoher Obelisk und eine Kalkstein-Skulptur in Form einer Ente, die innen hohl und mit Entenknochen gefüllt ist.
Hawass, erklärte, die Gräber seien von Räubern wahrscheinlich nicht gefunden worden, weil sie so tief unter der Erde liegen - 20 Meter unter dem Wüstensand.
Spektakulär ist der Erhaltungszustand zweier farbig bemalter Scheintüren, auf die Hawass und sein Team in der Grabanlage stießen. Die Farben leuchten, als wären sie erst kürzlich aufgetragen worden. Von den Holzsärgen blieb dagegen nach Angaben der Forscher wegen Feuchtigkeit und Plünderungen im Altertum fast nichts übrig. Auf den Scheintüren ist der Beamte zu sehen, der vor einem Opfertisch sitzt. Außerdem werden seine Titel und Ehrentitel erwähnt. Der Vater war oberster Schriftgelehrter am Hofe und "Aufseher für Expeditionen", sein Sohn wird ebenfalls als oberster Schreiber bezeichnet sowie als Verantwortlicher für die Schönen Künste.
Die Scheintüren, die man im alten Ägypten in die Grabanlagen der Könige und hohen Beamten einbaute, ließen sich nicht öffnen. Sie wurden an einer Wand des Grabes angebracht. Durch die falsche Tür sollte die Seele des Verstorbenen ihren Weg ins Jenseits antreten.
Die Gräber wurden westlich der Stufenpyramide des Djoser gefunden, die den Mittelpunkt der großen Totenstadt von Sakkara bildet. Hier wurden Könige, Königinnen und Beamte aus den Anfängen des ägyptischen Reichs bis hin zu solchen aus römischer Zeit bestattet.
Quelle: dapd , dpa
Osiris schrieb:
am 8. Juli 2010 um 14:06:21
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alte Gräber
War vor Jahrzehnten auch in Sakkara. Der Wüstensand ist ein lebendiger Organismus, der alles bedeckt. Selbst vom heute zu
besichtigenden Sphinx war zur Zeit des Thutmosis nur noch ein Teil des Kopfes zu sehen. Die wirklichen Entdeckungen in Ägypten warten noch auf uns - so die Kammer des Wissens in der Cheops Pyramide oder die mystische Formelsammlung des Echnaton aus Tel Armana, die bis heute nicht gefunden wurde. Zeitreisen wären auf Grund des Wissens um diese Kammer und Formeln möglich.
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Nobbi schrieb:
am 8. Juli 2010 um 13:40:06
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Nasowas
die Gräber seien von Räubern wahrscheinlich nicht gefunden worden, weil sie so tief unter der Erde liegen - 20 Meter unter dem
Wüstensand.....
Von den Holzsärgen blieb dagegen nach Angaben der Forscher wegen Feuchtigkeit und Plünderungen im Altertum fast nichts übrig.
Was sagt man denn dazu ??
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I love egypt schrieb:
am 8. Juli 2010 um 12:59:21
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Sakkara
Lang lebe Sahi Hawass, der Chef der Altertümerverwaltung ! Egal bei welcher Ausgrabung und in welcher Dokumentation aus Ägypten,
ohne ihn geht wohl gar nichts !!
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