18.08.2011, 14:23 Uhr
Die Paläontologin Marie-Antoinette de Lumley untersucht einen besonderen Knochenfund von einem Homo erectus (Foto: AFP) (Quelle: AFP)
Was als Ferienbeschäftigung für Studenten gedacht war, hat Wissenschaftlern in Frankreich einen bedeutsamen Fund beschert: Die Nachwuchswissenschaftler entdeckten in einer Höhle im südfranzösischen Nizza den Stirnknochen eines jungen Mannes, der vor etwa 170.000 Jahren lebte. Das sagte die Paläontologin Marie-Antoinette de Lumley.
Es handelt sich um einen der letzten Vertreter des Homo erectus. Von diesem sogenannten "Frühmenschen" stammt wahrscheinlich der Neandertaler in Europa und im afrikanischen Raum der moderne Mensch ab. Experten erhoffen sich von der Entdeckung weitere Erkenntnisse darüber, wie der Neandertaler sich entwickelte.
Möglicherweise wurde der weniger als 25 Jahre alte Mann aus rituellen Gründen getötet und sein Gehirn verzehrt. In der Lazaret-Höhle, wo die Studenten den Knochen fanden, haben Forscher bereits mehrfach Überreste von Vorläufern des Menschen gefunden. Die neueste Entdeckung ist aber laut de Lumley eine "Seltenheit".
Quelle: dpa
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