17.02.2012, 19:57 Uhr
Farouk Abdulmutallab wurde von einem Bundesgericht in Detroit zur Höchststrafe verurteilt (Quelle: Reuters)
Der sogenannte Unterhosenbomber, der an Weihnachten 2009 ein Passagierflugzeug über der amerikanischen Stadt Detroit in die Luft sprengen wollte, muss lebenslang hinter Gitter. Ein Bundesgericht in Detroit begründete das Urteil mit der großen Gefahr, dass Farouk Abdulmutallab erneut eine Terrorattacke verüben wolle. Vor der Verkündung des Strafmaßes sagte der 25 Jahre alte Nigerianer, er sei "stolz, im Namen Gottes zu töten".
Abdulmutallab hatte am 25. Dezember 2009 in seiner Unterhose eine Bombe an Bord eines Fluges von Amsterdam nach Detroit geschmuggelt. In der Maschine befanden sich 289 Menschen. Die Zündung schlug aber fehl, Passagiere konnten den Nigerianer überwältigen.
Der 25-Jährige stand mit dem radikalen muslimischen Prediger Anwar al-Aulaqi in Kontakt, der als führender Kopf des Terrornetzwerks Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel galt, bis er im September bei einem mutmaßlichem US-Drohnenangriff im Jemen getötet wurde.
Im Oktober hatte Abdulmutallab beim Auftakt der Verhandlung auf schuldig plädiert, seine Tat aber als Rache für die Tötung von Muslimen durch die USA gerechtfertigt. Vor dem Urteil erklärte der junge Mann im Gerichtssaal erneut, er habe das Werk Gottes gegen die "Unterdrücker" von Muslimen ausführen wollen. Außerdem beharrte Abdulmutallab darauf, dass al-Aulaqi und der im Mai getötete Al-Kaida-Chef Osama bin Laden noch am Leben seien.
Der in einem weiten weißen T-Shirt gekleidete Nigerianer zeigte keine Regung, als Richterin Nancy Edmunds die in diesem Fall mögliche Höchststrafe von vier Mal lebenslänglich plus weiteren 50 Jahren Haft gegen ihn verhängte. "Der Angeklagte hat erklärt und es ist eindeutig, dass er eine enorme Motivation hat, eine weitere Terrorattacke zu verüben", sagte Edmunds.
Staatsanwältin Barbara McQuade sagte, das Urteil sende die Botschaft, dass "Amerika von Al-Kaida nicht besiegt wird". US-Justizminister Eric Holder begrüßte das Strafmaß und nannte Abdulmutallab "einen reuelosen Terroristen, der es als seine Pflicht begreift, Amerikaner zu töten".
Kurz nach der Urteilsverkündung hat Abdulmutallab Berufung eingelegt. Sein Anwalt Anthony Chambers nannte die von einem US-Gericht verhängte Strafe grausam und verfassungswidrig, da außer Abdulmutallab niemand körperlich zu Schaden gekommen sei.
Quelle: AFP , dpa
voegelchen schrieb:
am 17. Februar 2012 um 20:20:22
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Unterhosenbomber/an Jochen
Auf die Idee ist der Junge doch selbst schon gekommen. Nur wählte er statt eines Marktplatzes das Flugzeug.
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Jochen schrieb:
am 17. Februar 2012 um 18:05:38
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Unterhosenbomber
Den würde ich auf den Marktplatz stellen . eine Bombe in die Unterhose stecken , lang Schnur dran , und dann so nach einer Stunde Ihn wegsprengen
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Neumüscher schrieb:
am 17. Februar 2012 um 16:28:21
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wie krank muss ein Hirn sein
dass sich die fixe Idee darin festsetzen kann, im Namen Gottes töten zu sollen. „Du sollst nicht töten“
lautet das Gebot Gottes in allen Religionen. Meiner Meinung nach ist es die niedrigste Emotion im Menschen, nämlich Hass, der zu solch krankhaften Wahnvorstellungen führt. Und genau da setzen Hassprediger an um junge Menschen zu Gräueltaten zu verführen. Die sich aber eigentlich selbst als vom Bösen kommend entlarven, nur der Hass verstellt den Blick darauf.
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