01.08.2011, 08:49 Uhr
Müde und abgekämpft: Heiner Geißlers Kompromissvorschlag kommt nicht gut an (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die Befürworter des umstrittenen Milliarden-Bahnprojekts "Stuttgart 21" haben den überraschenden Kompromissvorschlag von Schlichter Heiner Geißler zerpflückt - die Gegner des Projektes fordern einen sofortigen Bau- und Vergabestopp, während die Bahn Aufträge im Gesamtwert von 700 Millionen Euro vergeben hat.
Das bestätigte der Infrastrukturvorstand der Bahn AG, Volker Kefer, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Damit wären 25 Prozent des Gesamtbauvolumens von 'Stuttgart 21' vergeben. Um zu verdeutlichen, wie ernst es uns ist: Die Vergabe ist erfolgt."
Auch Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will nichts von Geißlers Plan wissen: "Das ist nichts Neues, sondern eine uralte Variante, die vor vielen Jahren bereits schon einmal verworfen wurde", sagte er der "Passauer Neuen Presse".
"Stuttgart 21" habe den Stresstest bestanden, sagte Ramsauer weiter: "Jeder ist jetzt aufgefordert, seiner vertraglich vereinbarten Projektförderungspflicht nachzukommen und das Bahnhofsprojekt 'Stuttgart 21' voranzutreiben", sagte der Minister. "Die gemeinsam festgelegten Spielregeln müssen eingehalten werden." Auch CDU-Fraktionschef Peter Hauk sprach sich gegen Geißlers Vorstoß aus: "Der Vorschlag ist honorig und ehrenwert, aber er kommt 15 Jahre zu spät."
Der neue Stuttgarter Bahnhof könnte eine Kombination aus Kopf- und Tiefbahnhof werden.
Der Sprecher der "Parkschützer", Matthias von Herrmann, sagte dagegen, es brauche Zeit, um Geißlers Vorschläge in Ruhe zu prüfen und zu diskutieren. Die Bahn dürfe in dieser Zeit keine Fakten schaffen. Bahnvorstand Volker Kefer hatte es abgelehnt, die Arbeiten ruhen zu lassen und auf die Auftragsvergabe für "Stuttgart 21" zu verzichten.
Geißler hatte am Freitag in Stuttgart einen Kompromissvorschlag vorgelegt, der eine Kombination aus dem bestehenden Kopfbahnhof und der geplanten Durchgangsstation unter der Erde beinhaltet. Das Papier, das Geißler gemeinsam mit dem Schweizer Verkehrsberatungsbüro sma erarbeitet hat, trägt den Titel: "Frieden in Stuttgart."
Die Kosten für das nun zur Diskussion gestellte Kombi-Modell schätzen sma und Geißler auf 2,5 bis 3 Milliarden Euro. Der Tiefbahnhof soll 4,1 Milliarden Euro kosten.
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Quelle: dapd , dpa
Inge schrieb:
am 30. Juli 2011 um 14:24:38
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Bahnhof
@ Phillip, ganz genau ich stimme Ihnen bei. Der Stgt. Bahnhof funktioniert sehr gut, ist noch immer einer der pünktlichsten
Bahnhöfe. Eine Schaden so einen zu zerstören und im Gegenzug einen Maulwurfstbau hinstellen, wo es nur Verspätungen geben wird. Die Bahn ist zu Teuer und wird immer teurer, 2 x jährlich werden die Fahrkartenpreise erhöht.
Ja da kann man besser gleich fliegen..
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Elfchen schrieb:
am 30. Juli 2011 um 14:23:40
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S21
Ich finde es ungeheuerlich, dass man die Meinung von so vielen Gegner einfach ignoriert. Wir haben es leider nicht mehr mit
Volksvertretern zu tun, sondern nur noch um Politiker, die an ihre eigene Macht und Finanzen denken. Armes Deutschland, arme Demokratie. Leistet nur weiter der Entmündigung von Bürgern vorschub. Traurig, Traurig!!!!!!
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Monika schrieb:
am 30. Juli 2011 um 14:15:44
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Bahnhof
Herr M.v.Hermann hat ganz recht. Wenn schon so viel Geld ausgegeben wird, dann muss die Qualität auch entsprechend sein. Es muss
sicher gestellt sein, dass der Bahnhof auch einer weiter steigenden Inanspruchnahme gewachsen ist. Man reißt doch nicht eine Villa ab um dann eine kleine Hundehütte überteuert hin zu stellen
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