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Karl-Theodor zu Guttenberg schickt schwere Waffen nach Afghanistan

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Guttenberg schickt schwere Waffen nach Afghanistan

15.04.2010, 10:39 Uhr

Verteidigungsminister Guttenberg will die Truppe in Afghanistan mit Panzerhaubitzen ausrüsten (Foto: dpa)

Angesichts der eskalierenden Gewalt rüstet die Bundeswehr in Afghanistan auf: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kündigte bei einem Truppenbesuch im deutschen Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif an, "so schnell wie möglich" zwei Panzerhaubitzen 2000 nach Kundus zu verlegen. Zudem sollen der Truppe dort TOW-Panzerabwehrraketen sowie zusätzliche Schützenpanzer vom Typ Marder zur Verfügung gestellt werden.


Neben größeren Maßnahmen wie der Verlegung der Panzerhaubitzen würden auch "viele kleinere Punkte" zügig umgesetzt, sagte Guttenberg. Einzelheiten nannte er nicht. Die Panzerhaubitze ist ein schweres Artilleriegeschütz, das vom Feldlager aus Ziele in einem Umkreis von 40 Kilometern auf 20 bis 30 Meter genau treffen kann. Sie wird etwa von den Niederländern in Südafghanistan eingesetzt.

"Politische Spitze steht hinter Soldaten"

Knapp zwei Wochen nach den schweren Kämpfen vom Karfreitag, bei denen drei Bundeswehrsoldaten getötet worden waren, stärkte der Verteidigungsminister den deutschen Soldaten in Afghanistan demonstrativ den Rücken. "Mir ist wichtig, den Soldatinnen und Soldaten vor Ort zum einen deutlich zu machen, dass die politische Spitze hinter ihnen steht", sagte Guttenberg. Zum anderen gehe es darum, der deutschen Öffentlichkeit klar zu machen, was der Einsatz in Afghanistan bedeute. Wichtig sei, "dass man den Soldaten vor Ort nicht vergisst, sondern dass man ihm Unterstützung gibt".

"Eine wirklich tolle Truppe"

Am Ehrenhain für die Gefallenen im Feldlager in Kundus enthüllte Guttenberg die Tafeln mit den Namen der drei Toten vom Karfreitag. Er bedankte sich bei den Bundeswehr-Soldaten für ihren Einsatz. "Wir sind auf Ihre Kraft und Ihre Stärke hier angewiesen", sagte der Minister bei seinem aus Sicherheitsgründen zuvor nicht angekündigten Besuch. Später betonte er: "Ich stelle fest, dass wir hier eine wirklich tolle Truppe haben." Die Soldaten seien motiviert, wüssten aber um die Gefahren. "Afghanistan bleibt ein gefährlicher Ort. Der Einsatz bleibt einer, der nicht ohne Risiken ist."

Leopard-Panzer "nicht geeignet"

Die Kämpfe am Karfreitag hatten eine Debatte über Ausrüstung und Ausbildung der Bundeswehr ausgelöst. Die vom designierten Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus geforderte Entsendung von Leopard-2-Kampfpanzern lehnte Guttenberg ab, weil die schweren Fahrzeuge für das Gelände um Kundus nicht geeignet seien. Zur Entsendung amerikanischer Soldaten in den deutschen Verantwortungsbereich in Nordafghanistan sagte der Minister: "Wir sind in einem Bündnis, und es ist etwas vollkommen Normales, dass in einem Bündnis unterschiedliche Bündnispartner Verantwortung übernehmen." Deutschland habe die Verantwortung für den Norden. "Das ist von den Amerikanern vollkommen akzeptiert."

USA wollen 4500 Soldaten schicken

Die USA wollen nach Angaben der Internationalen Schutztruppe ISAF bis zu 4500 Soldaten nach Nordafghanistan entsenden, die unter Bundeswehr-Befehl stehen sollen. Guttenberg sagte: "Wir freuen uns, dass wir die Amerikaner an unserer Seite haben. Sie schließen auch Fähigkeitslücken, die wir hier oben haben." Der Minister spielte darauf an, dass die US-Truppen rund 40 Helikopter nach Nordafghanistan schicken wollen, darunter auch Kampfhubschrauber. Die Bundeswehr hat derzeit rund 4300 Soldaten in Afghanistan im Einsatz, davon etwa 900 in Kundus, der gefährlichsten Provinz im Norden. Der Kommandeur der NATO-geführten ISAF, US-General Stanley McChrystal, wird Anfang kommender Woche in Berlin erwartet.

Zwei Drittel für Abzug aus Afghanistan

Nach dem Tod der drei deutschen Soldaten in Kundus ist die Zustimmung zum Afghanistan-Einsatz in der Bevölkerung laut einer Umfrage weiter gesunken. In einer aktuellen Forsa-Erhebung im Auftrag des Magazins "Stern" sprachen sich 62 Prozent der Befragten für den Abzug der Bundeswehr aus. Es sei der höchste Wert, den das Institut bei dieser Frage bislang gemessen hat.


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Quelle: dpa

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Kommentare (178)

zum Forum

Thema: " Karl-Theodor zu Guttenberg schickt schwere Waffen nach Afghanistan"

Kassler schrieb: am 19. Mai 2010 um 18:23:43
(0) (0) Guttenberg
Gott sei dank hat der Guttenberg die Truppe nicht im Stich gelassen.

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Dominik schrieb: am 7. Mai 2010 um 21:50:25
(0) (0) PZ 2000
Die Politkier labern Müll den GAnzen Tag. wenn Herr zu Guttenberg zwei Haubitzen nach Afgahnistan schickt dann Kann Mann auch den
Leopard2 Da Hin schicken. Die Kanadier haben doch auch Den Leopard 2 in Afgahnistan und keinen verloren. Aufwachen Liebe Bundesregierung. Fahrt Lieber Jeden Monat mit euren Neuen Mercedes oder BMW Durchs Land. Aber für zwei Schwere Waffen fangt ihr an zu Meckern Schlimm.
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Evoluzzer schrieb: am 7. Mai 2010 um 10:28:14
(0) (0) Vernichtungseinsatz
Deutschland führt einen menschenverachtenden Krieg im Auftrag des Kapital´s, der Rüstungsindustrie, der Banken und der
Kirche(Missionierung) Die Machthaber in Deutschland wissen das die Mehrheit der Menschen die perfidität dieses Regiemes durchschaut. Terror geht seit jahrhunderten von o.g. aus, der sogenannten christlichen Wertegemeinschaft. Pfui Teufel, deshalb lieber Heidenspass statt Hölenqual !!!
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