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"Hells Angels" und "Bandidos" wollen angeblich Frieden schließen

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Friedensschluss zwischen "Hells Angels" und "Bandidos"?

26.05.2010, 20:28 Uhr | dpa, t-online.de

Wollen Frieden schließen: "Bandidos"- und "Hells-Angels"-Rocker (Fotos: dpa)

Mitten in die hitzige Debatte über ein bundesweites Verbot gewalttätiger Rockerbanden platzte die Meldung, die das Problem auf elegante Weise lösen könnte: Die verfeindeten Klubs der "Hells Angels" und "Bandidos" wollen angeblich Frieden schließen. Das will zumindest die Online-Ausgabe des Hamburger Magazins "Stern" erfahren haben.

Unterhändler beider Gruppen hätten den Frieden am Pfingstmontag beschlossen, berichtet der "Stern". Öffentlich besiegelt werden soll er am Mittwoch per Handschlag in Hannover. Zuwiderhandlungen von Mitgliedern sollten von den jeweiligen Clubs geahndet werden, hieß es ohne Angabe von Quellen. Die Rockergruppen hatten sich zuletzt schwere Schlägereien und Messerstechereien geliefert.

Verbot löst Probleme nicht

Unterdessen stoßen Forderungen aus der Politik nach einem bundesweiten Verbot der "Hells Angels" verbreitet auf Kritik und Skepsis. "Ein Verbot löst die Probleme nicht", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Hermann Benker. Auch der Chef der konkurrierenden Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, sieht das kritisch: "Für ein Verbot braucht man hieb- und stichfeste Beweise". Die Ermittlungen seien aufwendig, dazu benötige die Polizei mehr Personal. Auch Brandenburgs Innenminister Rainer Speer (SPD) sieht im Verbot kein Allheilmittel.

Thema bei Innenministern

Das "Hells-Angels"-Verbot steht auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz am Donnerstag und Freitag in Hamburg. Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hatten dafür plädiert, die oft kriminell tätigen Rockerclubs bundesweit anzugehen. In Hamburg selbst sind die "Hells Angels" seit 1983 verboten. Auslöser der neuen Diskussion war der tödliche Schuss eines "Hells-Angels"-Mitglieds auf einen Polizisten in Rheinland-Pfalz im März.

Speer: Handeln statt reden

SPD-Minister Speer sagte dazu, über ein bundesweites Vorgehen müssten sich die Innenminister von Bund und Ländern abstimmen: "Ich unterstütze alle geeigneten Maßnahmen zur Bekämpfung von Rocker-Kriminalität." Aber: "Über mögliche Vereinsverbote spricht man nicht vorher, man vollzieht sie." Ähnlich hatten sich Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) geäußert.

"Das muss schlüssig belegt werden"

"Ein Verein kann verboten werden, wenn dessen Zweck oder Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderläuft, er gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung verstößt", erklärte Speer. Dabei sei entscheidend, dass das gesetzwidrige Verhalten von Mitgliedern dem Verein selbst zugerechnet werden könne. "Dies muss schlüssig belegt werden können, damit ein ausgesprochenes Verbot nicht später bei einer gerichtlichen Überprüfung scheitert."

"Ohne Motorrad nur noch die Hälfte wert"

Polizeigewerkschafter Benker sagte, durch ein Verbot würden "Hells Angels" "nicht über Nacht zu lauter frommen Lämmern": "Wenn sie ihr Treiben im Untergrund fortsetzen, haben wir wesentlich mehr Schwierigkeiten, kriminelle Bestrebungen aufzudecken." Er plädierte dafür, die bestehenden strafrechtlichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Die durch Straftaten eingefahrenen Gewinne müssten konsequent vom Staat eingezogen werden. Zudem sollten auch Motorräder, die bei Straftaten eine Rolle spielten, sichergestellt werden. Solche Maßnahmen kämen noch zu kurz, obwohl sie die "Hells Angels" empfindlich treffen könnten. "Ein Rocker ohne Motorrad ist auch nur die Hälfte wert", meinte Benker.

Nicht über einen Kamm scheren

Benker schätzt einzelne Mitglieder der Hells Angels als gefährlich ein. Sie seien beispielsweise im Rotlichtmilieu und in der Bandenkriminalität aktiv. Konflikte seien auch vorprogrammiert, wenn "Hells Angels" und konkurrierende Gruppen direkt aufeinanderträfen: "Aber ich würde nicht so weit gehen, sie bundesweit über einen Kamm zu scheren."


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Quelle: dpa , t-online.de

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Kommentare (43)

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Thema: ""Hells Angels" und "Bandidos" wollen angeblich Frieden schließen"

s"Ärschli schrieb: am 25. Mai 2010 um 15:51:50
(0) (0) s"Gräfli
Der Name Bandito sagt doch schon alles. Sind Dir auch schon Flügel gewachsen? Weiße oder Schwarze, oder vielleicht Blaue wie beim Storch?

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Lowrider schrieb: am 25. Mai 2010 um 15:40:57
(0) (0) Friedensschluss
bedeutet ja nicht ,dass Red M. und B. jetzt schöne Grillparty´s machen.Weniger in den Medien,weniger Member verluste und
mehr ums Geschäft wieder kümmern.Und die Staatsanwälte die Ihr alle fordert sitzen im Puff der Gang.Solange keine Farblosen verletzt werden,FREERIDE.
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Engel schrieb: am 25. Mai 2010 um 14:54:13
(0) (0) Bandit
wie blöd muß einer eigentlich sein um so einen Mist zu glauben??

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