13.11.2011, 12:03 Uhr
Die grünen Flächen zeigen die heute verbliebenen Urwälder, die sich früher auch auf die braun markierten Gebiete erstreckten (Quelle: Greenpeace)
Es ist erschreckend: Eine Weltkarte der Umweltorganisation Greenpeace, basierend auf Satellitenbildern, zeigt die ehemaligen intakten Waldgebiete der Erde. Die grünen Flecken sind die noch vorhandenen Urwälder, die braunen Areale markieren abgeholzte oder artenarme Plantagen. Weltweit sind demnach 80 Prozent der Wälder zerstört - in Europa finden sich die wenigsten ursprünglichen Waldgebiete. 88 Länder haben bereits all ihre Urwaldlandschaften zerstört, nur 66 Länder auf der Welt weisen überhaupt noch solche Waldgebiete auf.
Ohne menschliche Eingriffe wäre der europäische Kontinent fast vollständig mit Wäldern bedeckt, schreiben Markus Mauthe und Thomas Henningen in dem Greenpeace-Bildband "Europas wilde Wälder". Aber der Wald musste zahlreichen Siedlungen weichen: Noch heute erinnern viele Ortsnamen, die auf -rade, -reit, -reut, -riet oder -rode enden, an vormals grüne Flächen.
In Deutschland gibt es keine richtigen Urwälder mehr, und nur weniger als ein Prozent sind in einen urwaldähnlichen Zustand. Sie werden "wilde Wälder" genannt. Urwaldlandschaften sind intakte, zusammenhängende Naturräume von mindestens 500 Quadratkilometern Größe innerhalb der Waldzonen.
Dass in Europa noch solche Landschaften gefunden werden können, ist weniger bekannt: Unberührte Waldgebiete, durch die Braunbären streifen, in denen Bäume an Altersschwäche sterben und sich die Grau-Eule zur Jagd aufschwingt. Kein anderer Erdteil wurde vom Menschen so verändert wie Europa. Intensive Landnutzung verdrängte die natürliche Vegetation fast vollständig.
Urwälder existieren heute nur mehr als Inseln in einer von Menschen geschaffenen Kultur- und Industrielandschaft. Setzt man jedoch die noch verbliebenen Teile wie ein großes Puzzlespiel zusammen, so offenbart sich eine ungeheure Vielfalt und atemberaubende Schönheit, die als Erbe europäischer Wildnis gleichzeitig Geschenk, Chance und Aufgabe für kommende Generationen ist.
Zweieinhalb Jahre lang war der Fotograf Markus Mauthe im Auftrag von Greenpeace in Europa unterwegs, um die Artenvielfalt und Schönheit dieser Lebensräume mit der Kamera einzufangen. "Europas wilde Wälder" zeigt die letzten Flecken dieser ursprünglichen Landschaft.
Quelle: t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Nur für kurze Zeit: luftige Sommer-
kleider u.v.m. bis Gr. 58 versand-
kostenfrei bestellen! zum Special
Nie wieder offline - mit dem Smart100 endlos in besten D-Netz unterwegs. von congstar.de