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"Chinook"-Absturz: Hinweise auf Selbstmordattentäter

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"Chinook"-Absturz: Hinweise auf Selbstmordattentäter

08.08.2011, 08:01 Uhr | von Friedrich Kuhn, dapd

Transporthubschrauber vom Typ "Chinook" (Archivfoto: dpa) (Quelle: dpa)

Transporthubschrauber vom Typ "Chinook" (Archivfoto: dpa) (Quelle: dpa)

Im Zusammenhang mit dem Absturz des amerikanischen Transporthubschraubers vom Typ "Chinook" in Afghanistan gibt es offenbar eine neue Vermutung. Vertreter westlicher Geheimdienste berichteten in Kabul, "dass man Hinweisen nachgeht, wonach sich unter den afghanischen Soldaten an Bord ein Selbstmordattentäter befunden haben könnte". Er habe möglicherweise mit einer eingeschmuggelten Bombe den Hubschrauber zum Absturz gebracht.

Alle 30 amerikanischen und 7 afghanischen Soldaten an Bord des Hubschraubers kamen in der Nacht zum Samstag ums Leben. Die Taliban hatten sofort behauptet, sie hätten den Hubschrauber bei dem Gefecht in der Region Wardak südwestlich von Kabul abgeschossen.

CIA-Kreise wiesen aber darauf hin, dass die Taliban auf Befehl ihres Anführers Mullah Omar immer mehr dazu übergehen, Attentäter in Uniformen der afghanischen Armee in die ISAF-Truppen einzuschleusen. Die afghanischen Soldaten waren in Begleitung der amerikanischen Spezialtruppe Navy Seals, deren Angehörige Anfang Mai Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in seinem pakistanischen Versteck getötet hatten.

"Partnering" in Gefahr

Im Zusammenhang mit der Ausbildung von afghanischen Soldaten durch die ISAF haben die Zwischenfälle zugenommen, bei denen Afghanen in Uniform die Waffe gegen ihre Ausbilder richteten und sie töteten. Bei dieser gefährlichen Entwicklung kommt nach Einschätzung von Offizieren und Geheimdienstlern das von der NATO propagierte Prinzip des "Partnering", der verzahnten Zusammenarbeit der alliierten Truppen mit den afghanischen Einheiten, in "große Gefahr". Die Afghanen sollen 2014 die Verantwortung für ihr eigenes Land übernehmen.

Der Vorfall mit dem "Chinook", der schwerste Einzelverlust seit Beginn des Krieges mit den Taliban 2001, hat unter den Militärs in Kabul eine "schwerwiegende emotionale Beeinträchtigung" hervorgerufen. Offiziere berichteten, es mache sich der Eindruck breit: "Jetzt heißt es langsam, nichts wie weg."

Wenn es den Taliban gelinge, ihre Kämpfer immer mehr verdeckt in die Reihen der westlichen Truppen zu schleusen, "ist es mit unserer Sicherheit endgültig dahin", sagte ein NATO-Offizier. Die Taliban hätten offensichtlich "bewusst davon gesprochen, sie hätten den Hubschrauber abgeschossen, um zu verdecken, dass es ihnen wieder gelungen ist, einen ihrer Kämpfer als Selbstmordattentäter in unsere Reihen einzuschleusen", sagte der Oberstleutnant.

Taliban "auf Erfolgskurs"

Entgegen allen offiziellen Erklärungen der ISAF, die Taliban seien mehr und mehr geschwächt, "sind sie seit dem eingeleiteten Abzug der ISAF auf Erfolgskurs", meinten die Vertreter westlicher Geheimdienste. Sie wiesen auf die gleichen Erkenntnisse des afghanischen Geheimdienstes NDS hin.

Der vermeintliche Abschuss des Hubschraubers durch eine Granate würde von den Taliban auch deswegen "derart ausgeschlachtet", weil sie darauf hinweisen wollten, dass mit Abschüssen von Hubschraubern auch der Sieg des afghanischen Widerstandes gegen die russischen Besatzer in den achtziger Jahren begonnen hatte. Die Sowjets mussten vor allem wegen der häufigen Abschüsse ihrer Kampfhubschrauber nach zehnjährigem Kampf 1989 geschlagen Afghanistan verlassen.


Quelle: dapd

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Kommentare (4)

zum Forum

Thema: ""Chinook"-Absturz: Hinweise auf Selbstmordattentäter"

Mj. Tom schrieb: am 7. August 2011 um 18:34:42
(4) (0) @Zauberkiste
Die Entnazifizierung in der BRD war ein Witz. Einige Baueropfer mehr nicht. Der größte Teil der NAZIS, einschließlich einiger
Kriegsverbrecher, ist nahtlos in den Dienst der BRD übergegangen und hat diese aufgebaut und das Wirkt bis heute noch. Ähnlich wird es in Afghanistan ablaufen, wenn der geschlagene Haufen der NATO abgezogen ist, wird der korrupte Karsai die Taliban mit offenen Armen an der Macht teilhaben lassen.
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rowostern schrieb: am 7. August 2011 um 17:37:09
(3) (0) Afghanistan
Befreiung und Demokratie ( lt. Herrn Struck ) ist den westlichen Politanten in Wirklichkeit völlig egal - die Wahrheit ist:
Afghanistan und die nörlich davon liegenden Staaten der ehelmaligen UdSSR sind voller seltenener Erden - auf diese Bodenschätze, die für Funk, Computer und Handys höchst wichtig sind, ist Amerika und Europa scharf, dazu kommen Durchleitungsrechte. Als rottet die Taliban mit Stumpf und Stiel aus, ohne Rücksicht auf auf die Zivilbevölkerung.
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CIA schrieb: am 7. August 2011 um 17:33:06
(2) (0) Terroristenkreise streuen mal wieder
Desinformationen, Verwirrungen, Verirrungen im Auftrag des Herrn, der über ihnen steht - also im Westen
nichts neues. Es war niemand dabei, der das bestätigen könnte. Und passende Bilder kann man von überall her kriegen. Transporthubschrauber? Was transportieren die denn so? Brot für die Welt? Smarties? Schlafmohn?
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